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Zu viele Eskapaden, findet Bundestrainer Joachim Löw. Deswegen hat Max Kruse am Wochenende spielfrei.
Zu viele Eskapaden, findet Bundestrainer Joachim Löw. Deswegen hat Max Kruse am Wochenende spielfrei.(Foto: dpa)

Unprofessionelles Verhalten: Löw streicht Kruse aus DFB-Aufgebot

Der Bundestrainer hat genug: Nachdem Max Kruse zuletzt regelmäßig für negative Schlagzeilen gut war, streicht Joachim Löw den Wolfsburger aus dem Kader der Nationalmannschaft. Es ist nicht der erste "Vorfall" zwischen den Beiden.

Bundestrainer Joachim Löw hat auf die jüngsten Eskapaden von Max Kruse reagiert und den Stürmer aus dem Aufgebot der Fußball-Nationalmannschaft für die anstehenden Länderspiele gegen England und Italien gestrichen."Schon vergangene Woche habe ich Max Kruse klar gesagt, was ich von ihm erwarte, sowohl auf als auch neben dem Platz. Ich möchte Spieler, die sich auf den Fußball und die EM konzentrieren, auch zwischen den Spielen", wird Löw in einer DFB-Mitteilung zitiert: "Der Vorfall am zurückliegenden Wochenende widerspricht meinen Erwartungen. Max hat sich zum wiederholten Male unprofessionell verhalten. Das akzeptiere ich nicht."

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Ist Kruses Rauswurf aus dem DFB-Team gerechtfertigt?

Kruse hatte seinen 28. Geburtstag am Samstagabend in einem Berliner Club gefeiert. Wie der Stürmer vom VfL Wolfsburg in der "Bild"-Zeitung erklärte, sei er auf der Feier mehrfach ungefragt fotografiert worden. "Natürlich war ich irgendwann genervt und habe dann vielleicht unpassend reagiert", wurde der Nationalspieler zitiert. Kruse soll einer Frau das Handy weggenommen und Fotos gelöscht haben. Bei der Frau handelte es sich um eine "Bild"-Reporterin.

In der vergangenen Woche hatte Kruse bereits mit einem Bericht für Schlagzeilen gesorgt, wonach er in einem Berliner Taxi 75.000 Euro verloren haben soll. Sein Verein VfL Wolfsburg hatte ihn daraufhin zum Rapport bestellt und eine Geldstrafe von angeblich 25.000 Euro gegen Kruse verhängt. Nach dem neuerlichen Zwischenfall gab es das nächste VfL-Krisengespräch zwischen Kruse und der sportlichen Leitung.

Manager Klaus Allofs kritisierte Kruse in der "Sport Bild" hart: "Das ist ein Lebenswandel, den er so nicht weiterführen kann. Er hat der Mannschaft und dem Verein mit seinem Verhalten einen Bärendienst erwiesen. Wir haben ihm bei der Verpflichtung ganz klar umrissen, dass wir derartige Schlagzeilen nicht wollen." Kruse müsse wissen, "dass er seinen persönlichen Ruf und seine Karriere unnötig gefährdet".

Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff betonte in der DFB-Pressemitteilung zum Fall Kruse, man habe "ständig in Kontakt mit dem VfL Wolfsburg" gestanden und sich mit Allofs und VfL-Coach Dieter Hecking eng abgestimmt. Die nun erfolgte Suspendierung gelte zunächst nur für die beiden anstehenden Testspiele am Ostersamstag in Berlin gegen England und am kommenden Dienstag in München gegen Italien.

Die Geschichte mit dem Damenbesuch ...

Die EM-Tür bleibt demnach für Kruse theoretisch offen. Wahrscheinlicher scheint angesichts seines aktuellen Formtiefs aber, dass sich Geschichte für den Offensivspieler wiederholt. Denn schon einmal wurde er wegen seines offenbar wenig vorbildhaften Privatlebens von Löw abgestraft. Bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien verzichtete der Bundestrainer auf den formstarken Kruse.

Wie die "Sport Bild" damals berichtete, habe der Stürmer gegen den "Ehrenkodex der Nationalelf" verstoßen. Bei einem Länderspiel im November 2013 in England soll er Damenbesuch auf seinem Hotelzimmer empfangen haben. Ein Mitglied der sportlichen Leitung habe dann an der Tür geklopft und die Dame aufgefordert, das Hotel zu verlassen.

Kruse wehrte sich damals gegen die Vorwürfe: "Ich kann das so nicht bestätigen", sagte er der "Sport-Bild". "Es ist nichts passiert und schon gar nichts, was mit meiner Nichtnominierung in Zusammenhang stehen könnte."

Quelle: n-tv.de

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