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Novak Djokovic steigerte sich nach seinem Fehlstart, musste aber bis zum Schluss zittern um den Sieg.
Novak Djokovic steigerte sich nach seinem Fehlstart, musste aber bis zum Schluss zittern um den Sieg.(Foto: dpa)

Weiße Weste bei der Tennis-WM: Murray führt, Djokovic siegt

Sie schenken sich nichts und bieten den Fans in London hochklassiges Tennis, zweieinhalb Stunden lang. Erst dann steht der Sieg von Novak Djokovic über Publikumsliebling Andy Murray fest. Der schottische Olympiasieger muss jetzt ums WM-Halbfinale bei seinem Heimspiel bangen.

Der Weltranglistenerste Novak Djokovic hat beim mit 5,5 Millionen Dollar dotierten ATP-Saisonfinale in London einen großen Schritt Richtung Halbfinale gemacht. Der 25 Jahre alte Australian-Open-Sieger bezwang den britischen Lokalmatador Andy Murray nach 2:35 Stunden mit 4:6, 6:3 7:5 und feierte seinen zweiten Sieg im zweiten Match der Gruppe A.

"Wir haben uns gegenseitig immer weiter gepusht. Es war zum Genießen, Teil dieses Matches gewesen zu sein", sagte Djokovic nach einer packenden Neuauflage des US-Open-Finals. Der Serbe und der Schotte gelten als die "neuen großen Rivalen" des Herren-Tennis, wie nicht nur "The Independent" dieser Tage schrieb.

Der Wahl-Londoner Murray, die Nummer drei der Tennis-Welt, wurde trotz der Niederlage von seinem Heimpublikum mit frenetischem Jubel verabschiedet. Die "La Ola" schwappte während des Matches immer wieder um den Show-Court in der Arena. Dennoch muss der Schotte, der im September bei den US Open durch einen spektakulären Finalsieg über Djokovic sein erstes Grand-Slam-Turnier gewonnen hatte, nun um den Einzug in die Runde der letzten Vier zittern.

Perfekter erster Aufschlag

Andy Murray kämpfte bis zum Schluss, steht nun aber vor einem Endspiel gegen Jo-Wilfried Tsonga.
Andy Murray kämpfte bis zum Schluss, steht nun aber vor einem Endspiel gegen Jo-Wilfried Tsonga.(Foto: Reuters)

Dabei war der Olympiasieger in der North Greenwich Arena zunächst tonangebend und bestach durch seine starke Quote beim Service. Im ersten Satz gab der 25-Jährige keinen einzigen Punkt ab, wenn der erste Aufschlag kam. Nach einem schnellen Break im Auftaktspiel verwandelte Murray nach 45 Minuten seinen zweiten Satzball gegen Djokovic.

Danach wurde der Branchenführer aber stärker und ging seinerseits vorentscheidend mit 5:2 in Führung. Im entscheidenden Durchgang gelang Djokovic dann das entscheidende Break zum 6:5. Zuvor hatte Murray Kämpferherz bewiesen und sich nach einem frühen Aufschlagverlust zurück ins Match gekämpft. Beim Stand von 5:6 hatte er dann noch zwei Chancen zum Rebreak, doch Djokovic behielt die Nerven.

Tsonga könnte Murray stoppen

Mit seinem zweiten Erfolg in der Gruppe A machte Djokovic einen großen Schritt in Richtung Halbfinale. Allerdings steht er noch nicht vorzeitig als Semifinalist fest, weil sich im anderen Match am späten Abend der Tscheche Tomas Berdych gegen den französischen Vorjahresfinalisten Jo-Wilfried Tsonga mit 7:5, 3:6, 6:1 durchsetzte. Der Tscheche ist am Freitag zum Abschluss der Gruppenphase letzter Gegner von Djokovic.

Die jeweils beiden Gruppenbesten erreichen in London das Halbfinale. Mit sechs Titeln führt der in seinem Auftaktmatch siegreiche Roger Federer, der in der Gruppe B zusammen mit David Ferrer, Juan Martin del Potro und Janko Tipsarevic spielt, die Rekordliste vor Pete Sampras und Ivan Lendl mit jeweils fünf Triumphen an.

Quelle: n-tv.de

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