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Keine Sensation in Mainz: Sevilla siegt 2:0

Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 hat als Europacup-Neuling den Einzug in die lukrative Gruppenphase und damit den größten Erfolg in der hundertjährigen Vereinsgeschichte verpasst: Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp verlor nach dem torlosen Hinspiel das Rückspiel der ersten UEFA-Cup-Hauptrunde gegen den spanischen Erstligisten FC Sevilla völlig verdient 0:2 (0: 2) und kann sich somit in den kommenden Wochen wieder ganz auf den Klassenerhalt in der Bundesliga konzentrieren.

Vor der Heimspiel-Rekordkulisse von 33.400 Zuschauern in der Frankfurter Commerzbank-Arena sorgte Sevillas Angreifer Frederic Kanoute mit seinem Treffer zum 1:0 bereits nach neun Minuten für Ernüchterung auf den Rängen. Kurz vor der Pause war es erneut der wieder genesene Nationalspieler Malis, der völlig freistehend FSV-Keeper Dimo Wache aus kurzer Distanz keine Chance ließ (40.). Für Wache waren es im sechsten Europapokal-Spiel der Mainzer Klub-Historie die ersten Gegentreffer.

Die Mainzer, die zu keiner Phase an die zuletzt starken Auftritte in der Bundesliga beim 1. FC Kaiserslautern (2:0) und gegen Borussia Dortmund (1:1) anknüpfen konnten, wirkten zu Beginn ängstlich und nervös. Wie das Kaninchen vor der Schlange versteckten sich die Rheinhessen über weite Strecken im Mittelfeld und strahlten kaum Torgefahr aus. Die erste nennenswerte Möglichkeit verzeichnete Neuzugang Mohamed Zidan, der nach 21 Minuten am stark reagierenden Gäste-Keeper Antonio Notario scheiterte. Bei zwei Standardsituationen köpften zudem Verteidiger Nikolce Noveski (33.) und Mittelfeldspieler Petr Ruman (34.) deutlich über das Tor.

Dagegen wirkte der Tabellen-15. der Primera Division trotz des schwachen Saisonstarts reifer in der Spielanlage und cleverer im Zweikampfverhalten. "Wir werden das Problem Mainz lösen", hatte Sevilla-Coach Juan de Ramos bereits vor Spielbeginn angekündigt. Insbesondere die Rückkehr der wieder genesenen Javier Saviola und Kanoute, die beim 1:2 gegen Cela Vigo nur zu einem Kurzeinsatz gekommen waren, machte sich beim spanischen Meister von 1946 positiv bemerkbar. Dem argentinischen Topstar Saviola, der die Führung Sevillas mit einem Schuss von der Strafraumgrenze eingeleitet hatte, wurde zudem bereits nach zwei Minuten ein Treffer wegen Abseits vom Schiedsrichter-Gespann aberkannt.

Nach dem Seitenwechsel verflachte die Partie zusehends. Zwar versuchten die Mainzer, das Angriffsspiel zunächst noch einmal zu forcieren, blieben aber wie bereits im ersten Abschnitt immer wieder an der gut gestaffelten Defensive der Spanier hängen. Sevilla konzentrierte sich derweil auf Konter und stellte die FSV-Abwehr damit vor große Probleme. Dabei scheiterte der agile Saviola einmal mehr freistehend am gut aufgelegten Wache (53.).

Neben dem Torhüter gefiel beim FSV vor allem Fabian Gerber. Bei Sevilla wussten Doppeltorschütze Kanoute und Sturmpartner Saviola zu überzeugen.

Quelle: n-tv.de

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