Kein Karriereknick im NationalteamBierhoff stärkt Reus den Rücken

Marco Reus fällt beim Deutschen Fußball-Bund nicht in Ungnade, obwohl er jahrelang ohne Führerschein fährt. DFB-Teammanager Oliver Bierhoff will ihm eine Chance geben, wenn er die richtigen Konsequenzen zieht: "Wir werden ihn dabei unterstützen."
Die Karriere von Fußballprofi Marco Reus in der DFB-Elf wird nach seinem schweren Verkehrsdelikt keinen Knick bekommen. "Marco hat die Chance verdient zu zeigen, dass er nun die richtigen Konsequenzen zieht", sagte Manager Oliver Bierhoff. "Auch bei uns in der Nationalmannschaft, wir werden ihn dabei unterstützen."
Der 25 Jahre alte Mittelfeldspieler der Dortmunder Borussia jahrelang ohne Führerschein gefahren und hatte einen Strafbefehl über 540.000 Euro erhalten. Auch der Deutsche Fußball-Bund sei am Donnerstag sei von dieser Nachricht "total überrascht" gewesen. "Mir war wichtig, zunächst persönlich mit Marco zu sprechen", sagte Bierhoff, der als erster DFB-Offizieller eine Stellungnahme abgab. "Er hat einen großen Fehler gemacht, das sieht er genauso. Er hat seinen Fehler eingesehen, hat selber ja keine Erklärung dafür und ist dafür bestraft worden. Der Anspruch an unsere Nationalspieler ist sehr hoch. Daran erinnern wir sie auch immer wieder und fordern mit Blick auf gewisse Verhaltensweisen und Werte auch viel ein."
Dies heiße aber nicht, dass "unsere Spieler frei sind von Fehlern, da schließe ich uns mit ein". Entscheidend ist für Bierhoff, wie mit diesen Fehlern umgegangen wird und welche Lehren man daraus zieht. "Während unserer Zusammenkünfte bei der Nationalmannschaft hat sich Marco stets tadellos verhalten", stellte der DFB-Teammanager fest und lobte Reus: "Er hat ein großes Herz, bringt sich für die Gemeinschaft ein. Das muss neben seinen fußballerischen Qualitäten, die völlig außer Frage stehen, auch eine Rolle spielen."