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Real-Präsident Florentino Perez kauft gerne teuer ein. In den kommenden beiden Wechselperioden muss er seine Millionen allerdings behalten, wenn die Fifa-Strafe bestand hat.
Real-Präsident Florentino Perez kauft gerne teuer ein. In den kommenden beiden Wechselperioden muss er seine Millionen allerdings behalten, wenn die Fifa-Strafe bestand hat.(Foto: REUTERS)

Schock für Madrider Großklubs: Fifa verbietet Real und Atletico Transfers

Der Fußball-Weltverband Fifa verhängt gegen die spanischen Spitzenklubs Real Madrid und Atletico Madrid ein Transferverbot für die kommenden beiden Wechselperioden. Grund sind diverse Verstöße gegen die Transferbestimmungen für Minderjährige.

Die Disziplinarkommission des Fußball-Weltverbandes Fifa hat die spanischen Erstligisten Real und Atlético Madrid mit einem Transferverbot für die kommenden beiden Wechselperioden und somit für ein Jahr belegt. Grund für die Strafen seien laut Fifa diverse Verstöße gegen die Transferbestimmungen bei minderjährigen Spielern.

Zudem müssen beide Vereine Geldstrafen in Höhe von umgerechnet 825.000 Euro (Atlético) und 330.000 Euro (Real) zahlen. Während des aktuellen Transferfensters, das in Spanien am 1. Februar um 23.59 Uhr schließen wird, dürfen beide Vereine aber noch Akteure verpflichten. "Die Fifa setzt sich für die Rechte der Spieler unter 18 Jahren ein, ganz egal ob sie weiblich oder männlich, Amateure oder Profis sind", hieß es in der Mitteilung: "Die Rechte müssen weiter geschützt werden."

Beide Vereine kündigten inzwischen Einspruch gegen die Fifa-Sperre an. Dies kündigten beide Spitzenclubs an. "Real betrachtet die Entscheidung als absolut unangemessen", betonte der spanische Rekordmeister. "Wir werden in allen Instanzen dagegen angehen." Atlético, derzeit Tabellenführer der spanischen Liga, erklärte in einer Stellungnahme: "Unser Club ist mit der Entscheidung der Fifa nicht einverstanden." Der zehnmalige Meister werde die Unterlagen der Fifa genau prüfen und dann die Sanktion anfechten.

Der Fußball-Weltverband ahndete mit seinen Sanktionen Reals Vergehen zwischen 2005 und 2014. Atlético wurde derweil für Verstöße zwischen  den Jahren 2007 und 2014 sanktioniert. Den Strafen waren Ermittlungen des Transfer Matching Systems (TMS) und der Disziplinarkommission vorausgegangen.

Minderjährigen-Transfers nur mit Auflagen

Die Fifa beruft sich dabei auf Artikel 19 des "Reglements bezüglich Status und Transfer von Spielern". Demnach darf ein Spieler nur international transferiert werden, wenn er mindestens 18 Jahre alt ist. Der Artikel sieht nur drei Ausnahmen vor, die allerdings erst nach Prüfung bewilligt werden können.

Bereits im April 2014 hatte die Fifa wegen ähnlicher Vergehen hart durchgegriffen und Reals Erzrivalen FC Barcelona mit der gleichen Strafe - einem Transferverbot für zwei Perioden - belegt. Nach Ablauf der Sperre zum 1. Januar 2016 hatten die Katalanen unlängst auf einen Schlag 77 Zugänge beim spanischen Verband gemeldet.

Quelle: n-tv.de

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