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Tim Wiese hat Anspruch darauf, dass Hoffenheim den Vertrag erfüllt.
Tim Wiese hat Anspruch darauf, dass Hoffenheim den Vertrag erfüllt.(Foto: picture alliance / dpa)

10 Millionen Euro nur fürs Training: Wiese will Hoffenheim-Vertrag absitzen

Vertrag ist Vertrag: Nach diesem Motto verfährt Torwart Tim Wiese im Streit mit Fußball-Bundesligist 1899 Hoffenheim. Der aussortierte Profi möchte nicht auf sein garantiertes Gehalt zu verzichten. Lieber verzichtet er auf Fußball. Sein gutes Recht.

Ex-Nationaltorhüter Tim Wiese will seinen hoch dotierten Vertrag beim Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim anscheinend aussitzen - und dafür notfalls in den kommenden drei Jahren ohne ein einziges Pflichtspiel in der umstrittenen "Trainingsgruppe" 2 verbleiben.

"Ich habe kein Interesse, meinen Vertrag aufzulösen. Ich habe nicht für vier Jahre unterschrieben, um meinen Vertrag nach einem Jahr wieder aufzulösen", sagte der 31-Jährige der "Bild"-Zeitung: "Bei mir hat sich diesbezüglich auch noch keiner gemeldet. Zu Trainer Gisdol und Manager Rosen habe ich seit zwei Monaten keinen Kontakt."

Kein Interesse an gerichtlichen Schritten

Wiese, der etwa 3,5 Millionen Euro pro Saison verdient, spielt in der Planung von Markus Gisdol keine Rolle mehr und wurde zum Start der Vorbereitung mit etlichen anderen Profis in die "Gruppe 2" abgeschoben. Diese hatte sich in den vergangenen Wochen auch durch den rechtlichen Streit mit dem inzwischen zu Bayer Leverkusen gewechselten Schweizer Eren Derdiyok (25) zum enormen Image-Problem entwickelt.

Anders als der Stürmer will Wiese nicht versuchen, sich in das Training der ersten Mannschaft zu klagen. "Ich denke nicht daran, gerichtliche Schritte einzuleiten", sagte er. Da die aussortierten Profis Tobias Weis (28) und Edson Braafheid (30) inzwischen doch noch vor einem Wechsel ins Ausland stehen, hatten die Klub-Bosse wohl darauf gehofft, Wiese sowie die beiden Verteidiger Matthieu Delpierre (32) und Matthias Jaissle (25) zu einer Vertragsauflösung bewegen zu können. Zumindest bei Wiese scheint sie mit diesem Vorhaben schlechte Karten zu haben.

Quelle: n-tv.de

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