Technik
Blizzard verkaufte Diablo III innerhalb der ersten 24 Stunden rund 3,5 Millionen Mal.
Blizzard verkaufte Diablo III innerhalb der ersten 24 Stunden rund 3,5 Millionen Mal.

Verbraucherschutz kritisiert "Diablo III": Blizzard erhält eine Abmahnung

"Diablo III" ist das zur Zeit erfolgreichste Computerspiel überhaupt. Doch viele Gamer sind gefrustet, weil sich die Fehlermeldungen häufen. Deswegen und weil auf der Verpackung wichtige Hinweise fehlen, mahnen Verbraucherschützer den Hersteller Blizzard ab.

Ärger um den Computerspiele-Hit "Diablo III": Verbraucherschützer haben den Hersteller Blizzard Entertainment wegen fehlender Informationen auf der Verpackung abgemahnt. Kunden müssten bereits vor dem Kauf wissen, "unter welchen Voraussetzungen eine Software genutzt werden kann", schreibt der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) in seiner Mitteilung. Blizzard habe bis zum 13. Juli Zeit, wegen dieser Wettbewerbsverstöße eine Unterlassungserklärung abzugeben.

Das Unternehmen habe nicht ausreichend darauf hingewiesen, dass Spieler eine dauerhafte Internet-Verbindung benötigen, erklärte der vzbv. Ebenso fehle die Information, dass Nutzer "Diablo III" nur spielen können, wenn sie im Online-Netzwerk Battle.net angemeldet sind.

"Fehler 37" geht gar nicht

Die Verbraucherschützer bemängeln zudem, dass viele Spieler über einen längeren Zeitraum keinen Zugang zu dem Spiel erhielten. Stattdessen hätten sich die Fehlermeldungen gehäuft. Spitzenreiter war hier laut vzbv der "Fehler 37" – ein Fehler, der das Einloggen auf dem Spieleraccount und damit das Spielen verhindert. Leider habe es sich nicht nur um ein anfängliches Problem seitens Blizzards gehandelt, schreiben die Verbraucherschützer. Dem vzbv seien seit dem Spielstart am 15. Mai bis Anfang Juni zahlreiche Beschwerden zugegangen, so dass man habe handeln müssen.

"Wenn Spielehersteller von den Nutzern verlangen, dass ein Spiel zum Beispiel nur über einen Spieleraccount online gespielt werden kann, so ist er auch verpflichtet, entsprechend die technische Infrastruktur einschließlich ausreichender Serverkapazitäten bereit zu halten", heißt es in der Mitteilung. "Für bares Geld darf schließlich auch eine Gegenleistung, sprich ungetrübter Spielgenuss, erwartet werden."

"Diablo III" gehört zu den kommerziell erfolgreichsten Spielen aller Zeiten. Hersteller Blizzard verkaufte nach eigenen Angaben allein in der ersten Woche 6,3 Millionen Kopien des Action-Rollenspiels. Der Titel kostet in Deutschland ab etwa 50 Euro.

Quelle: n-tv.de

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