Technik
Mittwoch, 18. Mai 2011

Digitaler Hörgenuss: DAB+ bringt neue Radios

Wer behauptet hier, "video killed the radio star"? Kurz vor dem Start des neuen Digitalradio-Standards DAB+ am 1. August bringen viele Hersteller neue Geräte auf den Markt. Hier ein kleiner Überblick:

Heimelige Optik aus den 50ern, aber Hightech im Gehäuse: Sonys neues DAB-Radio XDR-S16DBP.
Heimelige Optik aus den 50ern, aber Hightech im Gehäuse: Sonys neues DAB-Radio XDR-S16DBP.(Foto: Sonx)

Sony hat mit dem XDR-S16DBP ein Retro-Stereoradio im Holzgehäuse präsentiert, das den bisherigen Digitalstandard DAB, das neue DAB+ und analoges UKW-Radio empfängt. Diese Empfangsarten beherrscht auch das neue Uhrenradio Sony XDR-C706DBP mit Einschlaftimer und Weckfunktion. Die Preise liegen bei 99 beziehungsweise 79 Euro.

Ebenfalls alle drei Standards unterstützt das neue Pure Contour. Das Gerät fungiert zudem als Streaming-Player, Internetradio und iPhone-Dockingstation. Kostenpunkt: 280 Euro. Eine Übersicht über aktuelle Geräte am Markt in allen Preisklassen gibt es unter http://dpaq.de/DloOh. Darunter finden sich auch Autoradios.

Mehr als ein DAB-Radio: Das Pure Contour ist auch Netzwerk-Player, Internetradio und Dockingstation - kostet aber auch 280 Euro.
Mehr als ein DAB-Radio: Das Pure Contour ist auch Netzwerk-Player, Internetradio und Dockingstation - kostet aber auch 280 Euro.(Foto: Pure)

Bisher sind in jedem Bundesland durchschnittlich nur acht öffentlich-rechtliche DAB-Sender landesweit empfangbar - in Bayern sind es zum Beispiel 16, in Brandenburg nur 5. Mit der Einführung von DAB+ kommen auf einen Schlag 15 Programme dazu, die bundesweit einheitlich ausgestrahlt werden.

Erstmals gibt es ab dem 1. August auch Privatsender im digitalen Äther, darunter LoungeFM, ERF Radio, Radio Rauschgold, Energy, 90elf, Remix, Litera, Klassik Radio, Radio 3.0, UIP-Urban Independent Pop und Radio Horeb. Auch die öfftentlich-rechtlichen Sender Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur und D-Radio Wissen werden in ganz Deutschland empfangbar sein.

Digitalradio bietet gegenüber UKW "mehr Platz" für Sender und eine bessere Audio-Qualität. DAB unterscheidet sich von DAB+ vor allem durch die Verwendung unterschiedlicher Codecs. Das für DAB+ verwendete AAC benötigt gegenüber dem bei DAB eingesetzten MP2 noch weniger Bandbreite und klingt trotzdem nicht schlechter.

Während Geräte mit dem Logo DAB+ in aller Regel auch DAB empfangen können, müssen Besitzer eines reinen DAB-Gerätes mit der bisherigen Senderauswahl in ihrem Bundesland vorliebnehmen. Eine DAB-Programmsuche nach Bundesland ist unter http://dpaq.de/O1LMP möglich.

Quelle: n-tv.de

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