Technik
Apples Chefdesigner Jonathan Ive hat die Verantwortung für iOS 7.
Apples Chefdesigner Jonathan Ive hat die Verantwortung für iOS 7.(Foto: kwe/Apple)

Zehn-Punkte-Plan für Apple: Das muss mit iOS 7 besser werden

Von Klaus Wedekind

Bei der Entwicklerkonferenz WWDC stellt Apple sehr wahrscheinlich iOS 7 vor. Die optischen Änderungen, die Chefdesigner Jonathan Ive vornimmt, sollen gravierend sein, aber das angestaubte mobile Betriebssystem hat auch einige neue Funktionen bitter nötig. Die zehn wichtigsten Forderungen, die iPhone- und iPad-Nutzer an Apple stellen, im Überblick.

Bei der Entwicklerkonferenz WWDC, die am 10. Juni in San Francisco startet, stellt Apple sehr wahrscheinlich iOS 7 vor. Die optischen Änderungen, die Chefdesigner Jonathan Ive vornimmt, sollen gravierend sein. Ive kann das aktuelle Design, das sich an realen Gegenständen orientiert, nicht ausstehen. Es steht praktisch fest, dass er diesen sogenannten Skeuomorphismus abschafft und die Benutzeroberfläche mit schlichten Icons neu gestaltet.

Aber das angestaubte iOS hat auch neue Funktionen bitter nötig. Im Internet diskutieren iPhone- und iPad-Nutzer daher schon seit Monaten leidenschaftlich, welche Änderungen unbedingt in iOS 7 eingebaut werden müssen. Hier die zehn wichtigsten Forderungen, die sie an Apple stellen:

  • Die Tastatur muss verbessert werden. Die Autovervollständigung ist eine Quälerei und Einstellungen, die schnelleres Schreiben oder individuelle Anpassungen ermöglichen, sucht man vergeblich. Gerüchten zufolge integriert Apple in iOS 7 die bei Android populäre Tastatur Swype, bei der man mit dem Finger über die Buchstaben rutscht. Laut "9to5mac" hat Apple deswegen schon Gespräche mit Swype-Besitzer Nuance geführt.
     
  • Der Sprachassistent Siri macht zwar Spaß, lässt die Nutzer im Alltag aber allzu oft im Stich. Kommandos werden nicht verstanden, offline geht gar nichts und Siri bleibt viele Antworten schuldig. Vor allem aber muss der Sprachassistent endlich auch von Drittanbieter-Apps genutzt werden können.
     
  • Wenn es um das Teilen von Inhalten geht, ist Android derzeit unschlagbar, weil die Apps miteinander kommunizieren können. Unter iOS 6  hat man in fast jeder App andere, zumeist sehr eingeschränkte Sharing-Möglichkeiten. Wenn Apple ihnen das Teilen im kommenden Betriebssystem erleichtern würde, wären ihm zahlreiche Nutzer dankbar.
     
  • Praktischere Einstellungen stehen auf vielen Wunschzetteln für iOS 7 weit oben. WLAN, Bluetooth oder die mobile Datennutzung kann man bisher in iOS nur sehr umständlich ein- oder ausschalten. Hier könnten Schnelleinstellungen mit einer speziellen App oder über die Mitteilungszentrale Abhilfe schaffen.
     
  • Ob iOS 7 Widgets haben sollte, ist unter Apple-Nutzern umstritten, da sie als Spezialität von Android gelten. Nicht wenige wünschen sich aber die kleinen Programme, die einen schnellen Überblick über das Wetter, soziale Netzwerke oder Nachrichten bieten können, auch für ihr iPhone oder iPad - aber die Widgets müssen gut aussehen!
     
  • Vor allem iPad-Nutzer wären von der Möglichkeit begeistert, mehrere Nutzerkonten auf ihrem Gerät anlegen zu können. So müssten sich Eltern beispielsweise keine Sorgen machen, dass ihre Kinder Unfug mit ihren Daten treiben. Bei getrennten Nutzerkonten wäre es dann auch sinnvoll, im Lockscreen E-Mails oder Textnachrichten lesen zu können.
     
  • Auch die "Nicht stören"-Funktion ist für viele Nutzer wichtig. Bisher kann man aber nur einen bestimmten Zeitraum festlegen, in dem das Gerät automatisch stumm geschaltet wird, beziehungsweise nur Anrufe von Favoriten oder bestimmten Gruppen erlauben. Gewünscht wird die Möglichkeit, für einzelne Tage und das Wochenende unterschiedliche Einstellungen vornehmen zu können. Ebenso sollte man auch bei einzelnen Personen den Ton abdrehen können.
     
  • Apples Entscheidung, Google Maps aus iOS 6 zu verbannen und auf eigene Karten zu setzen, war ein Schuss, der nach hinten losging. Anfangs war das Material so mies, dass sogar Behörden vor der Nutzung von "Karten" warnte und Apple auf Übergangslösungen hinweisen musste. Inzwischen ist die Situation zwar verbessert, an die Qualität von Google Maps reicht "Karten" aber noch lange nicht ran. Hier hat Apple noch viel zu tun.
     
  • Es gibt zwar Lösungen von Drittanbietern, aber trotzdem möchten die Nutzer "AirDrop" für iOS haben. Sie wollen Dokumente, Bilder und Videos ohne den Umweg über iCloud oder Fotostream innerhalb eines WLAN-Netzes mit anderen Geräten teilen.
     
  • Die Freiheit, selbst zu entscheiden, welche Apps auf dem Homescreen angezeigt werden, hat für sehr viele iPhone- und iPad-Besitzer oberste Priorität. Sie möchten selbst bestimmen, welche Standard-Anwendungen sie nutzen wollen und welche nicht. Und um die Sache rund zu machen, wollen sie auch Standard-Apps selbst festlegen können. Beispielsweise möchte nicht jeder, dass alle Mail-Links grundsätzlich in Safari geöffnet werden und hätten lieber Chrome als Standard-Browser.
Video

Quelle: n-tv.de

Video-Empfehlungen
Empfehlungen