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Windows 10 hat inzwischen transparentere Privatsphäreeinstellungen.
Windows 10 hat inzwischen transparentere Privatsphäreeinstellungen.(Foto: Microsoft)
Dienstag, 08. August 2017

Doch keine Privatsphäre-Sorgen?: Datenschutz bei Windows 10 kommt gut an

Microsoft hat mit dem Creators Update die Datenschutzeinstellungen von Windows 10 vereinfacht und transparenter gemacht. Den Nutzern gefällt's - und viele verraten Microsoft offenbar doch mehr, als sie müssen.

Microsoft hat mit dem großen Creators Update im April 2017 die Sicherheits- und Privatsphäreeinstellungen von Windows 10 angepasst und vereinfacht. Zuvor hatte der Konzern viel Kritik einstecken müssen. Das Betriebssystem wurde nach dessen Start im Sommer 2016 von Datenschützern und besorgten Nutzern schnell als Schnüffel-Windows abgestempelt. Die Änderungen kommen offenbar gut an: In einem Blog-Eintrag zeigt sich Microsoft zufrieden mit dem Feedback der Nutzer.

Das Creators Update gibt Neu- und Bestandskunden grundsätzlich mehr Kontrolle über ihre Daten. Bei einer Neuinstallation werden Nutzer von vorneherein darüber informiert, welche Informationen Microsoft von ihnen haben möchte. Sie können per Häkchen entscheiden, ob sie Microsoft vertrauen oder ihre Daten lieber für sich behalten möchten. Nutzer, die bereits Windows 10 installiert hatten, werden nach dem Update gebeten, ihre Privatsphäreeinstellungen zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.

Überraschende Freizügigkeit

Trotz der scharfen Kritik im Vorfeld haben sich offenbar 71 Prozent der Nutzer dazu entschieden, alle Diagnose-Daten vollständig an Microsoft zu übermitteln, "um uns zu helfen, Dinge zu reparieren und Microsoft-Produkte zu verbessern", wie es in dem Blog-Eintrag heißt. Ob diese Nutzer sich aber wirklich bewusst dafür entschieden oder sich unachtsam durch die Einstellungen geklickt haben, ist offen.

Auch das Datenschutz-Dashboard, das Nutzer online unter account.microsoft.com aufrufen können, bekommt gutes Feedback. Hier können sie unter anderem den Browser-Verlauf von Edge einsehen und das Cortana-Notizbuch bearbeiten.

Fertig ist Microsoft mit der Anpassung der Privatsphäreeinstellungen aber noch nicht: Man werde weitere Änderungen in den kommenden Wochen zuerst an die Teilnehmer des Insider-Programms verteilen. Wenn die EU-Datenschutz-Grundverordnung 2018 in Kraft tritt, werde Windows 10 alle darin gestellten Anforderungen erfüllen. Das nächste große Windows-Update kommt im Herbst, unter anderem mit einem automatischen Schutz vor Erpresser-Software, die Dateien verschlüsselt.

Quelle: n-tv.de

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