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Freitag, 16. Oktober 2009

Der Bildschirm liest mit: Deutsche entwickeln Text 2.0

Bleibt der Leser an einem fremdsprachigen Begriff zu lange hängen, wird automatisch die Übersetzung eingeblendet.

Bleibt der Leser an einem fremdsprachigen Begriff zu lange hängen, wird automatisch die Übersetzung eingeblendet.
(Foto: DKI)

Wenn das Auge den Bildschirmtext schnell überfliegt, treten die Schlüsselbegriffe hervor und Füllwörter erscheinen blasser und kleiner. Bleibt der Leser an einem fremdsprachigen Begriff zu lange hängen, wird automatisch die Übersetzung eingeblendet. Und bei der Stelle, wo die Pferde fliehen, ertönt plötzlich Hufgetrappel. Das ist "Text 2.0". Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz in Kaiserslautern stellt Prototypen davon auf der Frankfurter Buchmesse vor.

Überwachtes Lesen

"Was wäre, wenn der Text weiß, dass er gelesen wird?", erklärte Erfinder Ralf Biedert die Idee hinter seinen Muster-Anwendungen: "Er kann aktiv auf den Lesenden reagieren." Bei langen Dokumenten "merkt" sich der Text zum Beispiel die Stelle, wo der Nutzer aufgehört hat zu lesen, und hebt sie hervor, wenn dieser neu beginnt. "Augmented reading" (überwachtes Lesen) funktioniert mit dem sogenannten Eye-Tracking. Dabei verfolgt eine kleine Kamera die Augenbewegungen auf dem Bildschirm.

dpa

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