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Es gibt gute Google-Alternativen, die suchen ohne Nutzerdaten zu speichern.
Es gibt gute Google-Alternativen, die suchen ohne Nutzerdaten zu speichern.(Foto: Google/Quant/DuckDuckGo)

Suchmaschinen, die nicht schnüffeln: Die fünf besten Google-Alternativen

Wer mit Google sucht, wird zwar meistens fündig, bezahlt dafür aber mit Daten und persönlichen Informationen. Wer das nicht möchte, muss nicht blind durchs Internet tappen, es gibt sehr gute Alternativen.

Die meisten Menschen suchen nach wie vor mit Google im Internet. Doch dabei überlassen sie dem Unternehmen viele Daten, die dieses nutzt, um passgenaue Anzeigen zu platzieren. Bing ist da keine wirkliche Alternative, denn auch Microsofts Suchmaschine sammelt Nutzerinformationen für gezielte Werbeeinblendungen. Wer anonym auf Internetsuche gehen möchte, muss auf kleinere Anbieter umsteigen, die zwar nicht so bekannt wie Google sind, aber deshalb nicht unbedingt schlechtere Ergebnisse liefern. Gewöhnlich handelt es sich dabei um sogenannte Meta-Suchmaschinen, die Anfragen an Suchdienste weiterleiten und die Ergebnisse für den Nutzer sammeln und aufbereiten.

Qwant

Erst seit März sucht das aus Frankreich stammende Qwant auch in Deutschland. "Wir versuchen Ihnen so viel Privatsphäre und Sicherheit wie möglich zu geben", hieß es bei der Vorstellung in Berlin. Im Gegensatz zu Google "verbessert" Qwant die Suchergebnisse auch nicht, indem es vorangegangene Anfragen, den Standort oder soziale Netzwerke einbezieht. Die Franzosen setzen zwar einen Cookie ein, der aber nur während des aktuellen Besuchs der Webseite aktiv bleibt. Qwant weist auf der Startseite deutlich darauf hin und erlaubt es, die Webanalyse zu verweigern. Große Pluspunkte: Die Suchergebnisse werden sehr übersichtlich gegliedert und die Hilfe ist vorbildlich.

MetaGer

Die Suchmaschine MetaGer wurde an der Universität Hannover entwickelt und ist ein Projekt des Vereins für freien Wissenszugang SuMa-eV. Die Startseite ist bereits die erweiterte Suche, wo Nutzer viele Einstellungen vornehmen können. Unter anderem kann man auch auswählen, welche Suchdienste ausgewertet werden. Die etwas altbacken wirkende Metasuche wird derzeit modernisiert, MetaGer 2 liefert in der Entwicklungsphase aber noch keine allzu guten Ergebnisse.

Semager

Eine sehr interessante Google-Alternative, die weder IP-Adressen speichert noch Tracking-Cookies verwendet, ist Semager. Sie arbeitet mit einer semantischen Suche, bei der auch verwandte Begriffe und zur Anfrage passende Internetseiten angezeigt werden. Damit ist Semager zwar weniger als Standard-Suchmaschine geeignet, aber eine prima Ergänzung zu anderen Alternativen.

Startpage

Seit 2006 setzt Startpage aus den Niederlanden auf kompromisslosen Datenschutz. Die Suchmaschine ist aus Ixquick hervorgegangen, die schon seit 1998 existiert und 2008 das europäische Datenschutz-Gütesiegel erhielt. Nutzer können für größere Anonymität einen kostenlosen Proxy-Service nutzen und Startpage verwendet standardmäßig eine verschlüsselte SSL-Verbindung. Der niederländische Betreiber nutzt Server in Europa und den USA, gibt aber an, europäische Anfragen nur in Europa zu verarbeiten. Von Startpage gibt es auch Apps für iOS und Android.

DuckDuckGo

In diesen Tagen haben die Macher von DuckDuckGo ihre Suchmaschine überarbeitet, die jetzt wahrscheinlich die am komfortabelsten zu bedienende schnüffelfreie Google-Alternative mit einem ansprechenden Design ist. Sie bietet ähnlich wie Google zu Suchbegriffen selbstständig Infos an, Bilder und Videos werden über den Suchergebnissen angezeigt und können an Ort und Stelle angesehen werden. Die Suchmaschine liefert sogar passende Produkte und wenn es erlaubt ist, bei Musikern Songs zum Anhören. "Smart Answers", bei der Fragen direkt beantwortet werden, funktioniert bisher in der deutschen Version noch nicht. Smartphone-Nutzer finden Apps von DuckDuckGo für Android und iOS.

Quelle: n-tv.de

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