Technik

Star Wars: Die Rache der Crowdfunder: Draht schützt Todesstern

Von Roland Peters

Weil US-Präsident Obama den Todesstern nicht bauen will, greifen Engländer ein und wollen die Idee retten. Hunderttausende Pfund sind schon zusammengekommen. Die bestehenden Baupläne für die 850-Trillionen-Dollar-Raumstation sind denkbar simpel. Doch die Rebellen sammeln trotzdem für die Gegenwaffe.

Der Todesstern ist mächtig und schwach zugleich - bis jetzt.
Der Todesstern ist mächtig und schwach zugleich - bis jetzt.(Foto: Promo)

Einen Todesstern aus "Star Wars" nachbauen? In England wollen sich verteidigungsbewusste Fans nicht mit dem "Nein" des Weißen Hauses abgeben. Wegen "fortgesetzter Drohungen" von Seiten des Imperiums wolle man die wehrhafte Raumstation nun selbst bauen. Die zuvor geschätzten Kosten von 850.000.000.000.000.000 US-Dollar sollen über eine Crowdfunding-Kampagne zusammenkommen.

Bislang haben die Macher über das Portal "kickstarter.com" rund 240.000 Pfund gesammelt, über 1600 Unterstützer wollen den Bau mitfinanzieren. Die erste Zielmarke ist 20 Millionen Pfund. Damit sollen genauere Pläne entworfen, sowie das wichtigste Bauelement überhaupt vorab gekauft werden: "Genug Kaninchendraht". Die Maschen des Zauns sollen den Luftschacht schützen, den die Rebellen um Luke Skywalker zur Zerstörung des ersten Todessterns in der Filmvorlage von "Star Wars" genutzt hatten. Problematisch: Der "Bauplan" ist bislang nur ein schwarzer Kreis auf weißem Grund.

Financiers wählen Ziele

Nach einer erfolgreichen Bürgerpetition für die Konstruktion des Kampfkolosses hatte das Weiße Haus in seiner offiziellen Antwort eben jene Schwachstelle als Argument dagegen angeführt. Da die Pläne nun Open Source seien, also für jeden überprüfbar, werde so etwas nicht wieder übersehen, beruhigen die Macher potenzielle Investoren: "Das einzige Risiko ist die Macht".

Das Endziel von 850 Trillionen US-Dollar ist exakt der Summe, die von Studenten zuvor als Materialkosten für den Bau berechnet worden waren. Die Macher sichern zu, dass Financiers darüber entscheiden könnten, welche Planeten der Todesstern mit seinem Laser zerstören soll.

Das Finanzierungsziel ist utopisch, trotzdem gibt es bereits eine Gegenkampagne. Um den möglicherweise bald in Bau befindlichen Todesstern der Engländer vernichten zu können, wollen zwei Unternehmer eine rebellische Schwadron aus X-Wing-Kampfflugzeugen bauen. Rund 240.000 US-Dollar sind von Unterstützern dafür bereits versprochen worden, als Finanzierungsziel für die Raumjäger sind läppische 11.000.000 US-Dollar angegeben.

Gemeinsam gegen das Imperium?

Die Initiatoren wollen dem Prototyp des X-Wing gar "iPhone and Siri integration" verpassen. Doch einen Teil der Todesstern-Kampagne haben der Engländer und der US-Amerikaner offenbar nicht verstanden.

So schreiben die beiden panikerfüllt: "Wir müssen uns gegen den Todesstern des Imperiums verteidigen!" und vermuten eine verdeckte Operation hinter den Plänen der Konkurrenz. Diese jedoch sieht sich, die Erde und damit auch den neuen Todesstern explizit als Gegenspieler des Imperiums. Kurz: Die beiden Projekte stehen wohl eher auf derselben Seite.

Die Initiatoren sollten sich vielleicht einfach mal zusammensetzen.

Quelle: n-tv.de

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