Technik

Cyberkriminelle erschlichen Geld: Europol zerschlägt Erpresserring

"Viele kleine Zellen", hatte das Netzwerk.
"Viele kleine Zellen", hatte das Netzwerk.(Foto: picture alliance / dpa)

Die spanische Polizei hat in Zusammenarbeit mit Europol ein weltweites Netz von Cyber-Kriminellen zerschlagen. Diese hätten versucht, Millionen Computernutzer mit falschen Bußgeld-Bescheiden abzuzocken, teilten die Ermittler mit. Demnach lud sich beim Surfen auf infizierten Seiten im Internet automatisch einen Trojaner  herunter. Der gaukelte den Nutzern im Namen angeblicher Polizeibehörden dann vor, eine strafbare Handlung begangen zu haben - etwa das illegale Herunterladen von Filmen oder der Besuch von Kinderporno-Seiten.

Auch unter dem Namen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik ist solche erpresserische, "Ransonware" genannte Software im Umlauf, hatte vor wenigen Wochen das Bundeskriminalamt gewarnt. Dabei werden kinderpornografische Fotos gezeigt, um den PC-Nutzer zur Zahlung einer Strafgebühr zu bewegen.

Auch den Opfern des nun zerschlagenen Netzes wurde suggeriert, die Sperrung des Computers nur gegen Zahlung eines Bußgelds aufheben zu können. Auf diese Weise hätten die Betrüger riesige Summen erschlichen, berichtete der Polizeivertreter weiter. Nach seinen Angaben setzte sich das Netz aus "kleineren Zellen" zusammen, die von verschiedenen Ländern aus operierten. Mehrere Verdächtige seien festgenommen worden. Über den Einsatz will Europol-Direktor Rob Wainwright am kommenden Dienstag detailliert Auskunft geben.

Quelle: n-tv.de

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