Technik

Besser spät als nie: Facebook kann nun Bilder löschen

Löscht man Bilder von Facebook, kann man nun davon ausgehen, dass sie danach auch tatsächlich verschwunden sind. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Facebook hat drei Jahre gebraucht, um die eigenen Server "vergesslicher" zu machen. Wer den Missbrauch seiner Bilder verhindern möchte, bekommt dafür bald eine App an die Hand.

Mit dem richtigen Link konnte man Bilder auch Monate nach dem Löschen noch abrufen.
Mit dem richtigen Link konnte man Bilder auch Monate nach dem Löschen noch abrufen.(Foto: picture alliance / dpa)

Bilder hochladen ist bei Facebook einfach. Bilder wieder zu löschen, allerdings nicht. Zwar verschwindet das entsprechende Bild mit einem Klick auf "Foto löschen" von der Pinnwand. Doch auf den Facebook-Servern bleibt es gespeichert und kann mit dem entsprechen Link auch wieder aufgerufen werden. So war das zumindest in der Vergangenheit. Inzwischen hat Facebook offenbar eine Möglichkeit gefunden, die Dateien zeitnah und endgültig zu löschen.

Schon vor drei Jahren hatte der Blog Ars Technika auf das Problem der hartnäckigen Datenspeicherung aufmerksam gemacht. Während bei Twitter und Flickr vom Nutzer gelöschte Bilder tatsächlich alsbald verschwanden, waren sie bei Facebook noch Monate oder gar Jahre später auffindbar. Zwar versprach Facebook, an dem Problem zu arbeiten, doch gestaltete sich die Sache offenbar schwieriger als angenommen. Noch im Februar dieses Jahres räumte Facebook gegenüber Ars Technika ein, dass das Lösch-System "möglicherweise nicht richtig funktioniert habe" und nicht alle Bilder "in angemessener Zeit" entfernt worden seien.

Nach 30 Tagen spurlos verschwunden

Inzwischen hat Facebook aber ein neues Speicherystem für die Bilder seiner Mitglieder entwickelt - und das scheint auch zu funktionieren. Man habe Richtlinien und Infrastruktur überarbeitet, sagte Facebook-Sprecher Frederic Wolens dem Blog. Nach maximal 30 Tagen verschwinden die Bilder nun auch endgültig von den Facebook-Servern. In einem erneuten Test von Ars Technika ging es dann auch wesentlich schneller, da waren die Bilder schon nach zwei Tagen verschwunden.   

Wer die volle Kontrolle über seine Facebook-Bilder bekommen will, hat bald ein neues Browser-Plug-In und eine App namens "Social Protection" zur Verfügung. Das von McAfee und Intel entwickelte Tool, das Ende August als Beta startet, ermöglicht es, Fotos und andere Inhalte mit einer Art digitalen Rechteverwaltung (DRM) zu versehen. Dann können nur die Freunde das Bild in voller Schärfe sehen, die man vorher ausdrücklich für das Anschauen zugelassen hat. Damit verhindert man auch, dass Bilder von Anderen kopiert werden.          

Quelle: n-tv.de

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