Technik
(Foto: dpa)

Abstand zum "Farmville"-Schöpfer: Facebook löst sich von Zynga

Es ist eine strategische Entscheidung, die nicht nur an der New Yorker Wall Street für Aufsehen sorgt: Facebook geht zum Spielespezialisten Zynga auf Abstand und will künftig selbst Games für das soziale Netzwerk entwickeln. Die Zynga-Aktien rauschen in den Keller.

Die bislang engen Partner Facebook und Zynga geben sich mehr Freiraum. So muss Zynga - Entwickler von Hits wie "Farmville" oder "Cityville" - künftig bei seinen Spielen keine Anzeigen aus der Werbeplattform von Facebook mehr einblenden oder das Bezahlsystem des Sozialen Netzwerks nutzen. Umgekehrt darf Facebook auch selbst Spiele entwickeln. Dies geht aus nachbörslich veröffentlichten Dokumenten der beiden Unternehmen hervor.

Facebook und Zynga waren bislang nahezu unzertrennlich: Auf dem Sozialen Netzwerk fand der Spieleentwickler Millionen Fans, dafür schöpfte Facebook seinen Anteil an den Einnahmen ab. Doch das Geschäft bei Zynga hat an Schwung verloren. Die Änderung des Vertrags zwischen den zwei Firmen gebe Zynga nun genügend Flexibilität, um seine Produkte und Services auch andernorts anzubieten, erklärte Manager Barry Cottle. Gleichzeitig werde die Partnerschaft mit Facebook fortgeführt.

Die Neuerungen an dem Vertrag aus dem Jahr 2010 treten zum 31. März kommenden Jahres in Kraft. Die Börsianer reagierten allerdings alles andere als begeistert, dass Zynga nun sein Glück auf eigene Faust suchen muss. Die Aktien des Spieleentwicklers sackten nachbörslich um rund 13 Prozent ab. Die Facebook-Aktie hielt sich nahezu unverändert.

Quelle: n-tv.de

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