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Kam im Mai auf den Markt: Das Galaxy S3.
Kam im Mai auf den Markt: Das Galaxy S3.(Foto: AP)

"What's wrong with Samsung?": Galaxy-Leck schockt Entwickler

Eine eklatante Sicherheitslücke gefährdet Dutzende Millionen Besitzer von Samsung-Smartphones und -Tablets. Fast die komplette Galaxy-Reihe ist betroffen. Über schädliche Apps können die Geräte unter Umständen unbrauchbar werden. Dem Konzern ist das Problem bekannt, heißt es auf Anfrage von n-tv.de.

In etlichen Smartphones von Samsung, die mit dem Google-Betriebssystem Android laufen, klafft eine gefährliche Sicherheitslücke. Nach Einschätzung des Fachportals "Heise Security" kann sie dazu verwendet werden, schädlichen Programmcode durch Apps einzuschleusen - auch durch solche, die Nutzer über Googles Play Store beziehen. Vorsicht ist also geboten.

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Betroffen sind demnach Geräte, die mit den Samsung-Chips Exynos 4210 und 4412 arbeiten. Dazu gehören unter anderen die Samsung-Modelle Galaxy S3, Galaxy S2 und Galaxy Note 2 sowie das Meizu MX. Weiterhin könnten auch alle anderen Geräte mit den beiden Exynos-Prozessoren betroffen sein. Dazu gehören auch das Galaxy Tab 7.0, 7.7 und das Galaxy Note 10.1. Das Problem sei bekannt, hieß es bei Samsung auf Anfrage von n-tv.de. "Wir sind derzeit dabei, eine interne Überprüfung des Sachverhalts durchzuführen", so ein Sprecher des Unternehmens.

Erste Lösungen von Experten

Die Sicherheitslücke wurde durch einen Eintrag im Xda-Entwicklerforum öffentlich gemacht. In dem Beitrag wird dargelegt, dass alle Nutzer über eine bestimmte Gerätedatei auf den gesamten Speicher der Smartphones zugreifen können. "Das betrifft auch die kritischen Speicherbereiche des Kernels", heißt es bei Heise. Die Lücke soll einfach auszunutzen sein. "What's wrong with Samsung?", kommentiert der Forumsnutzer "alephzain" seine Entdeckung. "Diese Sicherheitslücke ist gefährlich", warnt er zudem.

Eine erste App, die den Speicherzugriff im Sinne des Smartphone-Besitzers verwendet, gibt es bereits. Sie ermögliche dann das Schließen der Lücke, woraufhin jedoch die Kamera nicht mehr genutzt werden könne. Auch der HDMI-Anschluss werde über diesen Speicherbereich angesteuert. Ein weiterer Fix aus dem gleichen Forum soll die Lücke ebenfalls schließen, in diesem Fall soll die Kamera aber nutzbar bleiben.

Vom Smartphone Galaxy S III wurden seit Verkaufsstart Anfang Mai bis Anfang November bereits mehr als 30 Millionen Geräte verkauft. "Das Galaxy S III ist weiter ein großer Favorit von Verbrauchern in aller Welt", erklärte das Unternehmen im vergangenen Monat. Allein deshalb sollte sich der Konzern darum bemühen, die Sicherheitslücke zu schließen.

Quelle: n-tv.de

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