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Dienstag, 02. August 2016

Samsung enthüllt Edel-Phablet: Galaxy Note 7 ist unschlagbar gut

Von Johannes Wallat, London

Samsung stellt das Galaxy Note 7 vor. Das edle Stift-Phablet ist das beste, was Samsung derzeit zu bieten hat - und damit auch der König unter den Android-Smartphones. n-tv.de war bei der Präsentation dabei.

Samsung ist nicht von ungefähr der größte und wichtigste Hersteller von Android-Smartphones: Die Geräte der Koreaner setzen immer wieder technische Standards und können spätestens seit dem Galaxy S6 auch optisch überzeugen. Und mit dem Galaxy Note begründete Samsung gleich eine ganz neue Produkt-Kategorie: das Phablet, jene Mischung aus (Smart)Phone und Tablet, die mit einem besonders großem Display vor allem Business-Nutzer und Medienliebhaber ansprechen soll.

In jeder Hinsicht spitze

Phablets gibt es inzwischen reichlich, der Trend zum Groß-Display hat sich durchgesetzt, viele Hersteller sind auf den Zug aufgesprungen. Doch an Samsungs Note-Reihe kommt nach wie vor keiner heran. Das wird auch mit dem Note 7 so bleiben. Denn das XL-Smartphone mit dem digitalen Stift ist technisch mit allen Wassern gewaschen und ein optischer Leckerbissen. Und mit dem S-Pen demonstriert Samsung, wie man einen wirklichen Mehrwert für große Displays schafft.

Galaxy Note 7: Technische Daten
  • System: Android 6.0.1
  • Display: 5,7 Zoll, AMOLED, QHD (2560 x 1440 Pixel, 515 ppi)
  • Prozessor: 2,3 GHz, Exynos 8890
  • Arbeitsspeicher: 4 GB
  • Interner Speicher: 64 GB + microSD bis 256 GB
  • Kamera: 12 MP, Dual Pixel
  • Frontkamera: 5 MP
  • LTE Cat. 9, WLAN ac
  • USB-C, Bluetooth 4.2
  • Staub- und wasserdicht (IP68)
  • Akku: 3500 mAh
  • Abmessungen: 153,5 x 73,9 x 7,9 mm

Die Technik ist weitgehend die gleiche wie im Galaxy S7 Edge, auch äußerlich reiht sich das Note 7 in eine Reihe mit dem im Februar vorgestellten XL-Galaxy ein. Warum aber auch nicht - das ähnlich große S7 Edge ist ein schickes Gerät und technisch klasse ausgestattet, über 13 Millionen Mal wurde es im ersten Halbjahr 2016 verkauft, mehr als jedes andere Android-Smartphone. Warum sollte man da groß etwas ändern?

XL-Handy mit HDR-Display

Die Design-Änderungen liegen im Detail, doch sie machen viel aus. Das Gehäuse ist symmetrisch aufgebaut, der schmale Metallrahmen mit USB-C-Eingang statt Micro-USB-Steckplatz trennt Vorder- und Rückseite genau in der Mitte. Rücken und Front sind identisch geformt und an den Seiten gleichmäßig gewölbt. Das trägt dazu bei, dass sich das Note 7 trotz seines 5,7-Zoll-Displays nicht groß oder gar klobig anfühlt.  

Das QHD-Display ist brillant und knackig-scharf und unterstützt als erstes Smartphone-Display HDR-Videostreaming, was für tolle Gaming-Erlebnisse und Kino-Feeling sorgen soll - nicht zuletzt in Kombination mit einer VR-Brille. An der gewölbten Edge-Seite hat es eine Reihe von Extra-Funktionen, wie man es auch schon von vorigen Edge-Modellen kennt. Das Seitenmenü wurde aber weiterentwickelt und bietet unter anderem leichteren Zugriff auf Dritt-Apps.

S-Pen wird noch vielseitiger

Wichtigster Unterschied zum S7 Edge ist natürlich der S-Pen, das Kernelement der Note-Reihe. Der digitale Stift hat eine schmalere Spitze bekommen und ist wie das gesamte Note 7 nach IP68 gegen Staub und Wasser geschützt. Auch wenn Display und Stift nass sind, lässt sich auf dem Bildschirm schreiben, die Software erkennt die Stifteingabe problemlos.

Notizen und Skizzen sollen beim Note 7 noch leichter und vielfältiger erstellt werden können, zum Beispiel direkt auf dem Always-On-Display. Sogenannte "Screen-Off-Memos" können einfach aufs Display geschrieben und dort festgepinnt werden, ähnlich wie ein Post-it-Klebezettel. Die zentrale App für Notizen und Zeichnungen ist Samsung Notes, hier gibt es auch neue Pinsel- und Malvarianten, unter anderem Aquarell- und Ölfarben.

Neue Entsperrmethode: Das Galaxy Note 7 hat einen Iris-Scanner.
Neue Entsperrmethode: Das Galaxy Note 7 hat einen Iris-Scanner.(Foto: jwa)

Das Air-Command-Menü, das sich öffnet, sobald der Stift aus dem Gehäuse gezogen wird, bietet nun unter anderem eine Übersetzungs-Funktion für einzelne Wörter oder ganze Sätze auf dem Display. Markierte Textteile oder auch Text in Fotos werden auf Wunsch per Google Translate übersetzt. Außerdem hat der S-Pen nun auch eine Lupen-Funktion zum Hereinzoomen in Text oder Teile eines Fotos. Aus längeren Videos können Ausschnitte per S-Pen herausgenommen und in kurze GIFs verwandelt werden.

Iris-Scanner für mehr Sicherheit

Neben den neuen S-Pen-Funktionen steht beim Note 7 auch die Sicherheit im Fokus: Zusätzlich zum Fingerabdruck-Scanner hat das Note 7 einen Iris-Scanner an der Front, der in Sekundenbruchteilen die Augen des Nutzers scannt und das Telefon nur dann freischaltet, wenn sein Besitzer es anschaut. Private Apps und Dateien können außerdem getrennt von den restlichen Daten in einem sicheren Ordner abgelegt werden, der mit einer Extra-Entsperrmethode vor Unbefugten geschützt ist.

Zusammen mit dem Note 7 kommt auch eine neue Gear VR auf den Markt. Die VR-Brille soll mittels Stecker-Adapter auch mit anderen Samsung-Geräten kompatibel sein. Das Gehäuse ist erstmals blau-schwarz statt weiß, der Blickwinkel wurde von 96 Grad auf 101 Grad erhöht, die Polsterung soll laut Samsung besser sein als bei den Vorgängermodellen.

Verkaufsstart für das Note 7 ist der 2. September, drei Farben stehen zur Auswahl - schwarz, silber und korallblau mit goldenem Rahmen. Vorbesteller können bereits ab dem 16. August ein Gerät ordern, ganz Eilige können sich sogar ab sofort vormerken lassen, ohne direkt bezahlen zu müssen. Wer schnell ist, bekommt zum Note 7 eine neue Gear VR gratis dazu. Einen Verkaufspreis nannte Samsung erst kurz vor der Veröffentlichung, das Note 7 wird für 849 Euro in den Handel gehen.

Quelle: n-tv.de

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