Technik
Googles Home weiß mehr als Alexa.
Googles Home weiß mehr als Alexa.(Foto: Google)
Dienstag, 27. Juni 2017

Sechs Mal so effektiv: Google Home ist schlauer als Amazon Alexa

In einem Direktvergleich zwischen Google Home und Amazon Alexa schlägt der Google-Dienst den Konkurrenten um Längen. Aber Amazons smarte Assistentin hat auch ihre Stärken.

Google Home und Amazons Alexa kämpfen um die Vorherrschaft in den Heimen der Nutzer. Beide Konzerne verfolgen mit ihren vernetzten Heim-Assistenten ein ähnliches Konzept. Googles Home und Amazons Echo wurden relativ dicht nacheinander vorgestellt. Aber wer ist nun besser, Home oder Alexa? Eine mögliche Antwort gibt das Quiz-Experiment der New Yorker Agentur 360i. Eine Software stellte den beiden smarten Lautsprechern rund 3000 alltägliche Fragen, um zu ermitteln, wie sie mit den Menschen kommunizieren und ob einer womöglich schlauer ist als der andere. Das Ergebnis ist eindeutig.

Im Vergleich zu Amazons Alexa ist es demnach sechs Mal so wahrscheinlich, dass Google Home eine Nutzerfrage zufriedenstellend beantwortet, heißt es in der Meldung bei "Adweek", auf die "Curved" hinweist. Das habe die Agentur 360i mithilfe ihrer Software herausgefunden - ein überraschendes Ergebnis und möglicherweise ein schmerzhaftes dazu für die zahlreichen Alexa-Nutzer, die eines der Echo-Produkte in ihrem Heim nutzen. Wie genau 360i dabei vorgegangen ist, verrät die Agentur in ihrer Meldung nicht, mehr werde man in Zusammenarbeit mit Adweek in den kommenden Wochen bekannt geben.

Alexa hat auch ihre Stärken

Beide Geräte haben aber ihre eigenen Stärken: Alexa ist, wenig überraschend, besonders dann stark, wenn es darum geht, seinen Nutzern beim Shoppen behilflich zu sein. Bei allgemeinen Suchanfragen und solchen, deren Antworten nicht in Amazons endloser Shopping-Welt gefunden werden können, lag Googles Home mit der starken Kombination aus dem Sprachdienst Assistant und dem allwissenden Such-Tool Knowledge Graph vorne. Gegen die mächtige Suchmaschine von Google hat Amazon schlicht keine Chance.

Der Popularität von Echo dürfte das Ergebnis aber nicht schaden. Beide Dienste tun im Alltag gute Dienste, und die Alexa-Plattform von Amazon beherrscht derzeit rund 70 Prozent des Sprach-Computing-Marktes, schreibt Adweek. Experten rechnen damit, dass die Plattform dem Online-Händler bis 2020 rund 10 Milliarden US-Dollar Umsatz beschert. Alexa ist auch in Deutschland populär, Google Home gibt es hier noch nicht regulär zu kaufen.

Google muss mit Home also noch aufholen. Dass der Assistant ambitioniert ist, bewies zuletzt ein ziemlich genialer Werbespot der Fast-Food-Kette Burger King. Im Spot tauchte die Frage auf: "OK Google, was ist der Whopper-Burger?" Alle Home-Geräte in Hörweite sprangen darauf an und lasen ihren Besitzern den Wikipedia-Eintrag vor. Findige Netznutzer änderten daraufhin schnell den Eintrag "auf verstörende Art", berichtet Adweek. Home las natürlich auch die manipulierten Einträge vor. Wirklich geschadet haben die Manipulationen dem Fast-Food-Konzern aber wohl kaum, sie trugen eher dazu bei, dass aus dem Spot ein viraler Hit wurde.

Quelle: n-tv.de

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