Technik
Auf dem Weg zum Terminator: Roboter "Atlas" rennt durch den Wald.
Auf dem Weg zum Terminator: Roboter "Atlas" rennt durch den Wald.(Foto: Youtube)

Faszinierend und gruselig: Google-Roboter joggt durch den Wald

Ein Video zeigt einen humanoiden Roboter, der einen Waldlauf macht. Es ist "Atlas", der Star der Google-Tochter Boston Dynamics. Der Anblick der joggenden Maschine ist beeindruckend und beängstigend zugleich.

Einer der umstrittensten Google-Einkäufe der vergangenen Jahre ist Boston Dynamics. Das kleine US-Unternehmen ist führend auf dem Gebiet der Robotik und ist vor allem für seine spektakulären Laufroboter berühmt. Der größte Kunde der Firma ist das US-Militär. Kritiker werfen Google daher vor, Kampfmaschinen zu entwickeln. Das ist sicher nicht falsch, Technik ist aber nie grundsätzlich böse, es kommt immer darauf an, was man daraus macht. So können die hochentwickelten Roboter auch im Katastrophenschutz eingesetzt werden. Giftige Gase, Strahlung oder große Hitze schaden ihnen nicht, geht etwas schief, ist nur eine Maschine kaputt.

Der wahrscheinlich berühmteste künstliche Lebensretter ist "Atlas", ein 1,80 Meter großer und rund 165 Kilogramm schwerer humanoider Roboter von Boston Dynamics. Zum Einsatz kam er unter anderem bei der DARPA Robotics Challenge, einer Art Olympiade der Katastrophenschutz-Roboter - veranstaltet vom US-Militär. Mehrere Atlas-Modelle der gleichen Serie traten dort in verschiedenen Teams an. Der Google-Roboter musste sich zwar hinter dem koreanischen Konkurrenten "Hubo" mit dem zweiten Platz begnügen, zeigte aber trotz einiger Wackler ansprechende Leistungen.

Bald so beweglich wie ein Mensch?

Dass Atlas nicht nur ein Retter, sondern auch eine Hightech-Killermaschine sein kann, lässt das jüngste Video von Boston Dynamics ahnen. Es wurde während einer Präsentation im Rahmen der FAB-11-Konferenz des Massachusetts Institute of Technology (MIT) aufgezeichnet. Es zeigt, wie der Roboter wie ein Soldat im Training einen Waldlauf macht und sich dann sogar ohne zu straucheln querfeldein einen Hang hinab bewegt. Gebremst wird Atlas dabei noch von einem Kabelstrang zur Steuerung und Stromversorgung. In Zukunft wird er sich wie bei den Rettungsübungen auch im Wald autonom bewegen können.

"Wir machen gute Fortschritte", sagte Boston-Dynamics-Gründer bei der Präsentation. Sein Team käme gut dabei voran, den Roboter so mobil wie Menschen zu machen. "Ich sage nicht, dass er alles machen kann, was Sie machen können. Aber Sie können sich vorstellen, dass wir das Ziel erreichen, wenn wir uns weiter bemühen."

Quelle: n-tv.de

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