Technik
Für "Deichhörnchen" gab es bei Google bislang kaum Treffer.
Für "Deichhörnchen" gab es bei Google bislang kaum Treffer.

Suchergebnis per Post: Google funktioniert auch analog

Was ist ein "Deichhörnchen"? Weil zwei Urlauber gerade ohne Internet auskommen müssen, schicken sie Google die Frage einfach per Fax. Das "Google Offline Team" nimmt die Steilvorlage an.

Früher bemühte man den Brockhaus, die Zeitung oder Kochbücher, um seinen Wissensdurst zu stillen. Heute zückt man das Smartphone und tippt den Suchbegriff bei Google ein. Das funktioniert relativ zuverlässig – solange man online ist. Doch zur Not geht Googeln auch analog, wie Michael Wiethe und sein zwölfjähriger Sohn Timm herausgefunden haben. Die beiden haben eine Suchanfrage per Fax geschickt – und Google hat prompt geantwortet.  

Das Schreiben kam aus dem Ferienlager an der Nordsee, wo Timm und sein Bruder Henri abends Geschichten vom "Deichhörnchen" zu hören bekamen. Gibt es das Tier wirklich? Ohne Internet schwer herauszufinden und Wiethes Smartphone hatte keinen Empfang. Deshalb, schrieb der Rettungsassistent, "möchten wir Sie auf diesem Weg bitten, in Ihrer gewohnt schnellen und umfassenden Weise eine Suchanfrage zu beantworten." Google möge bitte Infos und Bilder zum Thema "Deichhörnchen" schicken. Damit die Anfrage kostenlos bearbeitet werden könne, solle Google die Werbung einfach mit der Antwort mitschicken.

Mit einer Reaktion hätten die beiden nicht gerechnet, doch wenige Tage später traf der Antwortbrief der deutschen Google-Niederlassung im Ferienlager ein: "Meintet Ihr Eichhörnchen?", so der handschriftliche Korrekturvorschlag. Neben drei Skizzen dann schließlich der Verweis auf Wikipedia. Es handle sich um einen seltenen Verwandten des Eichhörnchens, der mangels Bäumen auf Deichen inzwischen aber ausgestorben sei. Dazu etwas Eigenwerbung: "Für alle Suchanfragen Google nutzen – am besten online", so die Empfehlung des "Google Offline-Teams".

Wiethe stellte die Antwort zunächst auf sein privates Facebook-Profil, inzwischen avanciert der Brief zum viralen Hit in den sozialen Netzwerken. Einen schöneren Coup hätte sich die Marketing-Abteilung wohl auch nicht ausdenken können.

Quelle: n-tv.de

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