Technik
Die kommunistische Partei bestimmt, wieviel Internet erlaubt ist; bei diesen Soldaten ist die Auswahl begrenzt.
Die kommunistische Partei bestimmt, wieviel Internet erlaubt ist; bei diesen Soldaten ist die Auswahl begrenzt.

Cyber-Attacken in Zeiten des Parteitags: Google in China geblockt

In Peking tagen zurzeit die regierenden Kommunisten - und die Auswirkungen bekommen auch Internet-Nutzer zu spüren. Die Internetdienste von Google sind teilweise blockiert, auch andere Angebote leiden unter schweren Cyber-Attacken.

In China ist das Internetangebot vonGoogle Konzernangaben zufolge teilweise blockiert worden. Betroffen seien unter anderem die Suchmaschine und das Email-Angebot Gmail, teilte Google mit. Eine Sprecherin sagte, man wisse nicht, woher die Störung komme. Der Fehler liege nicht bei Google. Auch internationale Tunneldienste, mit denen die "Große Firewall" in China umgangen werden können, leiden seit Tagen schon unter schweren Cyber-Attacken, so dass viele dieser Verbindungen nicht funktionieren.

Die bislang beispiellosen Filter und Kontrollen haben die ohnehin langsame Geschwindigkeit des Internets in China noch weiter gebremst, was auch die Arbeit von Unternehmen schwer beeinträchtigte. Soziale Netze wie Facebook und Twitter sowie YouTube sind in China bereits seit Jahren geblockt.

Google warf der chinesischen Regierung wiederholt Zensur und Cyber-Attacken auf seine Seiten vor. Googles Video-Portal YouTube ist in China seit 2009 nicht aufrufbar. Auch andere Angebote sind immer wieder kurzzeitig gesperrt worden.

2010 hatte Google seine Server nach Hongkong verlagert, um seine Suchergebnisse nicht mehr selber zensieren zu müssen. Zwar ist die größte Suchmaschine in China heute Baidu, doch nutzen Millionen der mehr als 500 Millionen Nutzer weiter Google und Gmail.

In Peking findet derzeit der Parteitag der regierenden Kommunisten statt, bei dem ein Wechsel an der Staatsspitze eingeleitet werden soll.

Bilderserie

Quelle: n-tv.de

Video-Empfehlungen
Empfehlungen