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Twitter war an der Ostküste der USA für etwa zwei Stunden nicht zu erreichen.
Twitter war an der Ostküste der USA für etwa zwei Stunden nicht zu erreichen.(Foto: picture alliance / dpa)
Freitag, 21. Oktober 2016

Denial-of-Service-Angriff: Hacker legt Twitter, Spotify und Co lahm

Der Dienstleister Dyn bedient viele populäre Internetdienste. Hacker greifen ihn deshalb an - und bringt damit an der US-Ostküste nicht nur soziale Netzwerke zum Zusammenbruch, sondern auch die Plattformen zentraler US-Medien.

Eine mutmaßliche Hacker-Attacke in den USA hat vor dem Wochenende zahlreiche populäre Internetdienste zeitweise zum Erliegen gebracht. Der Internet-Dienstleister Dyn wurde nach eigenen Angaben zum Opfer eines massiven Angriffs. Die Störungen waren laut den Angaben des Unternehmens nach etwa zwei Stunden wieder behoben. Davon betroffen waren Dyn-Kunden wie etwa Twitter, der Musikstreamingsdienst Spotify und das Auktionshaus Ebay.

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Nach Angaben von Dyn handelte es sich um einen sogenannten Denial-of-Service-Angriff. Dabei bringen Hacker einen Internetdienst durch massenhaft erzeugte automatische Anfragen zum Zusammenbruch.

Der Zwischenfall betraf nach Angaben der Firma hauptsächlich die US-Ostküste, blieb aber offenbar nicht auf die USA beschränkt. Nach Angaben der auf Internet- und Technologie-Themen spezialisierten Website "TechCrunch" waren die Nutzer in Europa offenbar nicht im gleichen Ausmaße betroffen.

Schlag gegen die digitale Wirtschaft?

Die Attacke war gegen eine Schlüsselstelle im Datenverkehr gerichtet: Dyn ist ein Dienstleister, der stark vereinfacht ausgedrückt den Internetverkehr kanalisiert. Der Service wandelt die von den Usern eingegebenen Webadressen in einen Zahlencode um, der sie dann auf die entsprechende Seite führt. So lässt sich die Leistungsfähigkeit stark frequentierter Internetseiten deutlich verbessern.

Probleme erzeugte der mutmaßliche Cyberangriff auch für die Plattformen mehrerer großer Medien wie des Nachrichtensenders CNN und der Zeitung "New York Times". Betroffen waren laut Medienberichten zudem etwa auch der Film- und Serienanbieter Netflix, das Zimmervermittlungsportal AirBnb und das Netzwerk Reddit.

Quelle: n-tv.de

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