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Das Lexus-Hoverboard sieht cool aus, aber funktioniert es auch?
Das Lexus-Hoverboard sieht cool aus, aber funktioniert es auch?(Foto: Lexus)

Testfahrten in Barcelona: Lexus baut dampfendes Hoverboard

Der japanische Luxusauto-Hersteller Lexus hat sich einen ganz besonderen PR-Coup ausgedacht: Er stellt ein mit Flüssigstickstoff gekühltes Hoverboard vor, das in einem Video bereits schwebt und dampft.

Im vergangenen Jahr sorgte die Firma Hendo mit einem Kickstarter-Projekt für großes Aufsehen. Das Unternehmen möchte das erste "echte" Hoverboard bauen, ein fliegendes Skateboard wie im berühmten Science-Fiction-Film "Zurück in die Zukunft II". Über 500.000 Dollar hat Hendo eingesammelt, rund doppelt so viel wie erhofft. Doch bisher kann es nicht viel mehr als den ersten Prototypen vorweisen, weder auf der Kickstarter-Seite noch auf Facebook, noch auf der Homepage der Mutterfirma Arx Pax deuten neuere Fotos auf größere Fortschritte hin. Die Zeit wird knapp, denn im Film ist der 21. Oktober dieses Jahres der Tag, an dem der Held Marty McFly im Jahr 2015 ankam und die Fans mit einem "echten" Hoverboard beglückt werden sollen.

Vielleicht bereitet Hendo im Verborgenen die pünktliche Premiere seines Hoverboards vor, das in der finalen Version eher an ein fliegendes Snowboard erinnert. Es könnte aber auch sein, dass ein anderes Unternehmen das Rennen zurück in die Zukunft gewinnen wird. Luxusauto-Hersteller Lexus hat jetzt nämlich in einer Pressemitteilung verkündet, das "Hoverboard der Zukunft" zu entwickeln. Es gibt auch bereits ein Video und Fotos, auf denen die Toyota-Tochter das schwebende Skateboard zeigt. Im Einsatz ist das Hoverboard allerdings noch nicht zu sehen, auch das Video endet, bevor es von einem Skateboard-Fahrer bestiegen wird. Das Schwebebrett federt lediglich leicht nach unten.

Flüssiger Stickstoff an Bord

Auch das Lexus-Board funktioniert wie Hendos Prototyp mit Magnetfeldern, die das Gerät von Metalloberfächen abstoßen und so in einem Schwebezustand halten. Zwar scheint das Hoverboard im Lexus-Video über einem Betonboden zu schweben, aber darunter oder eingebunden dürfte sich Metall befinden. Lexus selbst gibt an, bei seinem Board Permanentmagneten mit von flüssigem Stickstoff gekühlten Supraleitern zu kombinieren. Durch die Kühlung entsteht auch der Dampf, der an den Seiten aufsteigt und das Hightech-Skateboard ein wenig wie ein Raumschiff aussehen lässt. Das Design des Geräts soll Lexus-typisch sein, gekrönt wird es von einer Standfläche aus Bambusholz.

Ob das "Hoverboard der Zukunft" bis zum 21. Oktober fertig ist, teilt Lexus nicht mit. Zunächst soll es in den kommenden Wochen in Barcelona getestet werden. Zweck des Hoverboards ist es im Rahmen der PR-Aktion "Amazing in Motion" die Kreativität und Innovationskraft von Lexus zu demonstrieren.

Quelle: n-tv.de

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