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In den USA sollten sich Pokémon-Go-Spieler besser nicht nachts in Wohngegenden rumtreiben.
In den USA sollten sich Pokémon-Go-Spieler besser nicht nachts in Wohngegenden rumtreiben.(Foto: reuters/Nintendo)
Montag, 18. Juli 2016

Fast tödliches Missverständnis: Mann schießt auf Pokémon-Go-Spieler

Wie in einem schlechten Film: Zwei Teenager werden auf der virtuellen Monsterjagd fast erschossen, weil sie zur falschen Zeit in der falschen Gegend sind, falsch verstanden werden und im falschen Moment Vollgas geben. Eine irre Story.

Es hat bisher schon einige Berichte über Pokémon-Go-Spieler gegeben, die sich selbst in Gefahr gebracht haben, weil sie mit starrem Blick aufs Smartphone-Display auf Straßen gingen, ins Wasser fielen, von einem Cliff stürzten oder der Bundeswehr auf einem Übungsplatz vor die Flinte liefen. Aufsehen erregten auch Räuber, die Spieler an Pokéstops in die Falle lockten. Die Monsterjagd in der erweiterten Realität kann aber auch in ganz ruhigen Wohngegenden ohne Verkehr, Gewässer oder Gangster lebensgefährlich sein, wie jetzt zwei Teenager in Florida lernen mussten.

Die 19 und 16 Jahre alten Jungs waren um 1.30 Uhr nachts mit dem Auto in einem verschlafenen Küstenort in der Nähe von Orlando unterwegs, berichtet "Android Headlines". Als sie vor einem Haus anhielten, um offenbar einen Pokéstop auszuräumen, weckten sie den 37-jährigen Besitzer auf. Dieser griff zu seiner Handfeuerwaffe und trat aus dem Haus, um herauszufinden, was da vor sich geht. Als er am Fahrzeug der Teenager ankam, habe er gehört, wie einer den anderen fragte, ob er etwas erbeutet habe, sagte der Hausbesitzer später.

Riskantes Fluchtmanöver

In diesem Moment dachte er, die Jungs hätten ihn ausgeraubt. Deshalb stellte er sich vor das Auto, zielte mit der Waffe auf die Insassen und forderte sie auf, sich nicht zu bewegen. Die erschrockenen Teenager dachten aber nicht daran, der Aufforderung Folge zu leisten, sondern der Fahrer trat das Gaspedal durch. Der bewaffnete Hausbesitzer konnte gerade noch zur Seite springen und jagte dem fliehenden Fahrzeug ein paar Kugeln hinterher.

Die herbeigerufene Polizei konnte das weiße Auto der vermeintlichen Räuber nicht finden. Allerdings rief sie am folgenden Morgen die Mutter der beschossenen Jungs an, um sich zu beschweren. Die Frau hatte mehrere Einschusslöcher im Auto entdeckt und ihre Söhne daraufhin zur Rede gestellt. Die Polizei ermittelt noch.

Quelle: n-tv.de

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