Technik
Mit Windows 10 kehrt das Startmenü mit einer neuen App-Abteilung zurück.
Mit Windows 10 kehrt das Startmenü mit einer neuen App-Abteilung zurück.

Mehr als ein symbolischer Sprung: Microsoft stellt Windows 10 vor

Von Klaus Wedekind

Um zu zeigen, wie groß der Entwicklungssprung ist, nennt Microsoft die kommende Version seines Betriebssystems Windows 10 und nicht Windows 9. Es soll nicht nur Maus-Nutzer überzeugen, sondern alle Plattformen perfekt bedienen.

Microsoft will möglichst schnell großen Abstand zu Windows 8 gewinnen – zumindest symbolisch. Der US-Software-Riese nennt die kommende Version des Betriebssystems Windows 10, um zu zeigen, dass es sich dabei um den ersten Schritt einer völlig neuen Generation handelt. Wie schon Microsoft-Chef Satya Nadella angekündigt hatte, soll Windows 10 plattformübergreifend auf vielen Geräten laufen. "Von der Xbox über PCs zu Phones und Tablets und kleinen Gadgets", heißt es in der Pressemitteilung. Entwickler sollen dafür einheitliche Apps programmieren können, die problemlos für die einzelnen Plattformen anpassbar sind. Und natürlich will Microsoft auch im Geschäft mit Unternehmen ganz vorne bleiben und Firmen die perfekte Software für die Zukunft liefern.

Der erste reale Schritt hin zum neuen "Wunder-Windows" wird die Technical Preview sein, die ab dem 1. Oktober, 18 Uhr kostenlos verfügbar sein soll. Wie der Name schon sagt, handelt es sich dabei noch nicht um eine ausgereifte Beta von Windows 10, sondern um eine erste Vorschau, die nur auf Testgeräten oder getrennt vom genutzten Betriebssystem installiert werden sollte. Die Technical Preview richtet sich laut Microsoft auch vor allem an Unternehmenskunden.

Der "gute alte" Start-Button ist wieder da

Die Vorschau enthält vor allem Elemente, die Nutzer herkömmlicher Computer mit Maus und Tastatur wieder mit Windows versöhnen sollen. So kehrt der "gute alte" Start-Button zurück, der wie unter Windows 7 einen schnellen Zugriff auf wichtige Programme und Dateien bietet. Zusätzlich enthält er einen neuen Bereich, für favorisierte Apps, Programme, Kontakte und Webseiten.

Apps sollen von Desktop-Nutzern nicht mehr als Fremdkörper aus der Kacheloberfläche "Modern" wahrgenommen werden. Daher laufen sie in Windows 10 wie herkömmliche Programme in verschiebbaren und skalierbaren Fenstern, die auch mit einem Klick vergrößert, minimiert oder geschlossen werden können.

Künftig können sich vier Programme den Bildschirm in einem quadratischen Layout teilen. Windows zeigt dabei andere laufende Anwendungen an und macht Vorschläge, um einen leeren Platz zu füllen.

Die Taskleiste hat einen neuen Button bekommen, über den Nutzer mit einem Klick eine Übersicht über alle geöffneten Apps und Dateien bekommen und bequem zwischen ihnen hin- und herwechseln können.

Verbesserter Schutz vor Datenverlusten

Die neue Task-Ansicht zeigt dabei auch Anwendungen an, die auf einem der multiplen Desktops laufen, die unter Windows 10 ebenfalls mit einem Klick unkompliziert erstellt werden können. Das ermöglicht auch, bei sehr vielen parallel laufenden Programmen und geöffneten Dateien den Überblick zu behalten.

Vor allem Unternehmenskunden profitieren von den neuen Sicherheitsfunktionen von Windows 10. Der "integrierte Identifikationsschutz" ermöglicht ein einfaches Anmelden am Gerät, bei Apps oder auf Webseiten. Eine zweifache Prüfung basierend auf dem Prinzip einer Smartcard ist bereits in der Plattform integriert. Das neue Betriebssystem bietet außerdem einen verbesserten Schutz vor Datenverlusten und einen eingebauten Malware-Schutz für Apps, der Firmen erlauben soll, Mitarbeitern die Nutzung von bestimmten Anwendungen freizugeben und auf vertrauenswürdige Apps zu beschränken.

Quelle: n-tv.de

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