Technik

Per Funk schnell surfen: Mit LTE durchs Internet rasen

Superschnelles Surfen per Mobilfunk verspricht die LTE-Technik. Für den Nutzer bedeutet das: Internetseiten bauen sich noch schneller auf, Dateien lassen sich schneller herunterladen. Die Technik ist allerdings noch nicht flächendeckend verfügbar. Doch der Ausbau der Netze läuft.

Das neue iPhone unterstützt die superschnelle Datenfunk-Technik LTE. In Deutschland dürften allerdings fast ausschließlich Kunden von T-Mobile davon profitieren, weil die Tochter der Deutschen Telekom auf die vom Gerät genutzte Frequenz 1800 MHz setzt.
Das neue iPhone unterstützt die superschnelle Datenfunk-Technik LTE. In Deutschland dürften allerdings fast ausschließlich Kunden von T-Mobile davon profitieren, weil die Tochter der Deutschen Telekom auf die vom Gerät genutzte Frequenz 1800 MHz setzt.

LTE steht für Long-Term-Evolution und ist der sogenannte Mobilfunk-Standard der vierten Generation (4G). Die Technik erlaubt einen deutlich schnelleren Internetzugang als die bisherigen Mobilfunk-Netze. Für den Verbraucher bedeutet das: ein schnellerer Seitenaufbau und schnelleres Hoch- und Runterladen. Schon seit längerem gibt es LTE-Angebote von der Deutschen Telekom, Vodafone und O2. Diese Unternehmen hatten sich LTE-Frequenzen gesichert. Die Geschwindigkeit der Zugänge ist meist ähnlich schnell wie bei DSL.

Wo kann ich LTE nutzen?

Im Prinzip: zu Hause und unterwegs per Smartphone oder Surfstick. Viele Angebote sind auf den Einsatz zuhause beschränkt, es gibt inzwischen aber auch welche für das Surfen unterwegs. Ob das eigene Heim mit dem LTE-Netz abgedeckt ist, können Verbraucher auf den Internetseiten der drei Anbieter überprüfen. Das Netz wird aber kontinuierlich ausgebaut. Die deutsche Telekom will nach eigenen Angaben bis Jahresende in den rund hundert größten deutschen Städten mit ihrer LTE-Frequenz präsent sein; Vodafone will sein Netz bis 2015 flächendeckend ausbauen.

Was muss ich für das Surfen mit dem Handy beachten?

Voraussetzung ist dafür ein LTE-fähiges Smartphone, das eine der deutschen LTE-Frequenzen auf 800, 1800 und 2600 Mhz unterstützt - wie das iPhone 5 von Apple. Hierzulande haben auch andere Hersteller schon Modelle im Angebot, die das können - zum Beispiel HTC, LG und ab Oktober auch Samsung.

Zu beachten ist allerdings: Das neue iPhone unterstützt nur die 1800-Mhz-Frequenz von der Telekom. Wer also LTE mit dem neuen Apple-Modell nutzen möchte, muss dazu einen Vertrag mit T-Mobile abschließen. Mit LTE-Modellen anderer Hersteller kann auch in den Netzen von Vodafone und O2 im Highspeed-Internet gesurft werden.

Wie teuer ist das Schnellsurfen über LTE?

Die Zuhause-Tarife der LTE-Anbieter sind meist etwas teurer als beim klassischen Internetzugang per DSL oder Fernsehkabel. Die günstigsten Angebote kosten zwar nur rund 30 Euro pro Monat, doch Verbraucher sollten im Schnitt mit rund 40 Euro pro Monat rechnen. Hinzu kommen die Kosten für einen passenden Router oder ein LTE-fähiges Modem.

Für das mobile Surfen bieten die Unternehmen mehrere Pakete mit unterschiedlichen Konditionen - zu verschiedenen Preisen. Nach Angaben von Verivox ist in diesem Bereich derzeit O2 mit gut 50 Euro im Monat der günstigste Anbieter. Bei der Deutschen Telekom schlage ein LTE-Tarif für das iPhone mit knapp hundert Euro zu Buche, inklusive einer Flatrate in alle Netze, einer SMS-Flatrate und einem Datenvolumen von zwei Gigabyte.

Quelle: n-tv.de

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