Technik

Verkauf läuft schleppend: Nexus One ein Ladenhüter

Klaus Wedekind

Für das Nexus One gilt wie für alle Android-Handys: Es gibt immer noch viel zu wenige Apps für die Plattform.
Für das Nexus One gilt wie für alle Android-Handys: Es gibt immer noch viel zu wenige Apps für die Plattform.

Der Verkauf von Googles erstem eigenen Handy Nexus One läuft äußerst schleppend an. In der ersten Woche war die Nachfrage deutlich geringer als bei den Verkaufsstarts von Motorolas Droid oder Apples iPhone.

Flurry Special Report ermittelt die Anzahl der verkauften Telefone anhand der Zugriffe auf Software-Shops, die Programme für die jeweiligen Smartphone-Betriebssysteme anbieten. Die Anwendungen melden Flurry, auf welchem Telefon sie installiert wurden.

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Demnach wurde das Nexus One in der Startwoche lediglich rund 20.000 Mal verkauft. Von Motorolas Android-Telefon gingen nach seiner Premiere etwa 250.000 Stück über den Ladentisch. Apple wurde sogar rund 1,6 Millionen iPhone 3GS los. Auch das MyTouch 3G, das wie das Nexus One von HTC hergestellt wird, schnitt mit knapp 60.000 verkauften Geräten drei Mal besser ab als Googles "Superphone".

Zu teuer und kein Wow-Effekt

Furry vermutet für die Startschwierigkeiten mehrere Ursachen. Obwohl das Nexus One viel zu bieten habe, fehle dem Telefon der von vielen potentiellen Kunden erwartete "Wow-Effekt". Google habe zudem die Vermarktung vernachlässigt und sich bisher auf Pressemeldungen verlassen. Verizon sei beispielsweise beim Droid viel agressiver vorgegangen und habe 100 Millionen Dollar in die Werbekampagne gepumpt. Googles Partner T-Mobile (USA) habe sich auch nicht so engagiert wie beim iPhone, so die Analyse. Außerdem machten sich bei T-Mobile das Nexus One und das myTouch gegenseitig Konkurrenz. Und letztendlich sei das Google-Smartphone mit über 500 Dollar einfach zu teuer.

Quelle: n-tv.de

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