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Schneller und kompatibel mit modernen Chips: Die neuen SD-Standards versprechen bessere Performance.
Schneller und kompatibel mit modernen Chips: Die neuen SD-Standards versprechen bessere Performance.(Foto: imago/Westend61)
Samstag, 11. März 2017

Neue Standards für mehr Leistung: So erkennt man die schnellsten SD-Karten

SD-Karten werden schneller und leistungsfähiger. Neue Standards versprechen mehr Performance, höhere Schreib- und Lesegeschwindigkeiten und besseres Zusammenspiel mit modernen Chips. So erkennt man die neue Generation.

Sie stecken in Kameras, Smartphones, Tablets: SD-Karten erweitern den Speicher von zahlreichen Geräten. Sie sind aber nur dann wirklich nützlich, wenn sie auch schnell genug Daten schreiben und lesen können. Deshalb ist es schon beim Kauf wichtig, auf ausreichend Leistung zu achten.

Für einige SD-Karten-Typen wurden nun neue Standards entwickelt. Sie sollen vor allem eine höhere Datengeschwindigkeit bringen. Drei neue Symbole stehen als Abkürzungen auf neuen Karten.

Neue Standards für mehr Leistung

Auf bestimmten SD-Karten mit der neuen SD-6.0-Spezifikation werden künftig drei neue Symbole zu finden sein: Die römische Ziffer Drei (III) sowie die Abkürzungen A2 und LV. Hintergrund sind neue Standards, wie die für die Kartenspezifikationen verantwortliche "SD Association" im Rahmen des Mobile World Congress in Barcelona mitteilte.

Die römische Drei steht für UHS-III und eine mögliche Datengeschwindigkeit von bis zu 624 Megabyte pro Sekunde (MByte/s) - im Vergleich zu UHS-II eine Verdoppelung. Die neue Speed-Klasse soll etwa den Anforderungen von 360-Grad-Aufnahmen, Virtueller Realität und Videos in 4K- oder 8K-Auflösung gerecht werden.

Der zweite neue Standard A2 bezieht sich auf die sogenannte App-Performance-Klasse von Micro-SD-Karten, die in Smartphones oder Tablets zum Einsatz kommen. Er signalisiert, wie schnell Apps Daten von der Karte lesen beziehungsweise auf sie schreiben können.

Kompatibel mit modernen Chips

Gegenüber dem A1-Standard haben sich die Geschwindigkeiten mehr als verdoppelt: Von 1500 auf 4000 Ein- und Ausgabe-Befehlen pro Sekunde (IOPS) beim Lesen sowie von 500 auf 2000 IOPS beim Schreiben. Bemerkbar machen soll sich das etwa durch schnellere App-Starts.

"Low Voltage", also niedrige Spannung, steckt hinter der neuen Abkürzung LV. Sie signalisiert, dass sich die jeweilige Karte auch mit 1,8 Volt begnügt. Das ist vor allem in Zusammenarbeit mit aktuellen mobilen Chipsätzen wichtig, die mit einer niedrigeren Spannung von 1,8 Volt arbeiten. Ältere SD-Karten benötigen 3,3 Volt. Die neuen SD-Karten sind abwärts kompatibel und verstehen sich auch mit 3,3-Volt-Chips.

Quelle: n-tv.de

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