Technik
Microsoft wehrt sich gemeinsam mit Symantec gegen Cyber-Angriffe.
Microsoft wehrt sich gemeinsam mit Symantec gegen Cyber-Angriffe.(Foto: picture alliance / dpa)

Angriff im Cyber-Krieg: Softwareriesen schlagen zurück

Auf der Münchener Sicherheitskonferenz erklären die großen Industriestaaten der Cyber-Kriminalität den Krieg. Die Wirtschaft ist der Politik bereits einen Schritt voraus: Microsoft und Symantec haben in einer globalen Operation Server lahmgelegt, über die Hunderttausende Computer ausspioniert wurden.

Die US-Softwarekonzerne Microsoft und Symantec haben nach eigenen Angaben eine weltweite Operation von Cyber-Kriminellen massiv gestört. Dazu seien Server lahmgelegt worden, über die Hunderttausende Computer ohne Wissen ihrer Besitzer kontrolliert wurden, sagte der Cyber-Crime-Spezialist Richard Boscovich von Microsoft. Bundespolizisten hätten in Begleitung von Technikern der Konzerne Datencenter in New Jersey und Virginia durchsucht.

Durch das Herunterfahren der Server war es Nutzern infizierter Rechner zunächst nicht möglich, Suchmaschinen im Internet zu nutzen. Die Unternehmen boten den Betroffenen technische Hilfe an.

Der Kriminellen-Ring manipulierte nach Darstellung der Konzerne Suchergebnisse und rechnete Unternehmen fälschlicherweise Gelder für Online-Werbeklicks ab. Dadurch soll pro Jahr ein Gewinn von mindestens einer Million Dollar erzielt worden sein.

Erst in der vergangenen Woche waren die drei wichtigsten US-Zeitungen "Washington Post", "Wall Street Journal" und "New York Times" sowie Twitter von Hackern attackiert worden. Daraufhin hatten Spitzen aus Politik und Wirtschaft zum Kampf für mehr Cyber-Sicherheit aufgerufen. Nötig sei eine gemeinsamen Kraftanstrengung von Regierungen, Unternehmen und auch den einzelnen Internet-Nutzern, sagte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) und der Direktor der amerikanischen National Security Agency (NSA), Keith Alexander bei der Münchner Sicherheitskonferenz. Wie Sicherheit im Web garantiert werden könne, sei eine entscheidende Frage des 21. Jahrhunderts.

Quelle: n-tv.de

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