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Die Hacker drohen damit, die Daten der infizierten Rechner zu löschen.
Die Hacker drohen damit, die Daten der infizierten Rechner zu löschen.(Foto: REUTERS)
Freitag, 19. Mai 2017

Verschlüsselte Computer befreit: Spezialisten knacken "WannaCry"-Trojaner

Die Uhr läuft ab: Opfer des weltweiten Hackerangriffs mit Erpessersoftware sollen bis heute Lösegeld zahlen. Tun sie dies nicht, droht der Verlust ihrer Daten. Fast in letzter Minute geben Experten den "WannaCry"-Opfern Hoffnung.

IT-Sicherheitsexperten aus Frankreich haben nach eigenen Angaben einen Weg gefunden, vom Erpressungstrojaner "WannaCry" verschlüsselte Computer wieder freizubekommen. Dazu wird das Tool "Wanakiwi" benutzt, das es im Internet zum kostenlosen Download gibt. Eine Garantie, so wieder an die verschlüsselten Daten ranzukommen, ist dies aber nicht.

So gibt es laut den IT-Fachleuten mehrere Voraussetzungen für den Erfolg. Eine sei, dass die Rechner nach der Attacke noch nicht wieder neu gestartet wurden, erklärte die Sicherheitssoftware-Firma Comae Technologies. Ansonsten habe das Werkzeug "Wanakiwi" auf Computern sowohl mit Windows XP als auch mit Windows 7 funktioniert. Bei Windows 8 und 10 hilft das Tool nicht.

Für Tausende betroffene PC-Nutzer könnte das der letzte Strohhalm sein. Denn der heutige 19. Mai ist der Tag, an dem laut Drohung der Angreifer die Daten auf befallenen Computern endgültig gelöscht werden sollen, wenn die Opfer kein Lösegeld bezahlt haben.

02 schaltet DSL-System ab

Bei der Attacke am Freitag vergangener Woche waren Zehntausende Windows-Computer verschlüsselt worden. Nach Erkenntnissen der russischen IT-Sicherheitsfirma Kaspersky lief ein Großteil der betroffenen Rechner mit Windows 7. Wie nun bekannt wurde, war auch das russische Bankensystem betroffen. Die Zentralbank in Moskau räumte ein, dass es in einzelnen Fällen gelungen sei, in die Computersysteme von Finanzinstituten einzudringen. Die Probleme seien aber schnell angegangen worden. Bislang hatte es geheißen, den Angreifern sei es nicht geglückt, in die Systeme einzudringen.

Folgen hatte die Hackerattacke auch für den Telefonkonzern O2. Dieser schaltete wegen "WannaCry" sein DSL-Kundenmanagementsystem aus Sicherheitsgründen ab. Das bestätigte der Konzern dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Dadurch seien lange Wartezeiten bei der Hilfshotline entstanden, hieß es weiter.

Quelle: n-tv.de

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