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Aaron Swartz
Aaron Swartz(Foto: Reuters)

Nach dem Tod von Aaron Swartz: Staatsanwältin verteidigt Prozess

Er wollte wissenschaftliche Literatur einer breiten Masse kostenfrei zugänglich machen und wurde dafür verklagt. Noch bevor der Prozess beginnt, nimmt sich Aaron Swartz das Leben. Die zuständige Staatsanwältin steht in der Kritik. Nun verteidigt sie ihr Vorgehen.

Die Staatsanwaltschaft im US-Bundesstaat Massachusetts hat die Kritik an ihren Verfahren gegen den Internetaktivisten Aaron Swartz zurückgewiesen. Ihr Vorgehen sei angemessen gewesen, sagte Staatsanwältin Carmen Ortiz, wie der "Boston Herald" berichtet. "Ich weiß, dass ich kaum etwas sagen kann, um die Wut derjenigen zu lindern, die meinen, das Verfahren gegen Swartz sei unnötig gewesen und habe in irgendeiner Weise zu dem tragischen Ende seines Lebens geführt", schrieb sie.

Der 26-Jährige Swartz hatte sich am Freitag selbst getötet. Am 1. April sollte gegen ihn ein Verfahren wegen Online-Kriminalität beginnen.

Swartz hatte über das Netzwerk des renommierten Massachusetts Institute of Technology eine wissenschaftliche Datenbank angezapft und im großen Stil Dokumente heruntergeladen.

Staatsanwältin Ortiz gab nun an, sie habe nie die Höchststrafe gefordert. Stattdessen wollte sie dem Richter eine Gefängnisstrafe von sechs Monaten empfehlen. Dabei habe die Staatsanwaltschaft berücksichtigt, dass Swartz aus seinem Hack keinen persönlichen finanziellen Vorteil ziehen wollte. Der Deal sei jedoch gescheitert.

Die Familie von Swartz hatte die Behörden scharf kritisiert und ihnen eine Mitschuld am Tod ihres Sohnes gegeben.

Quelle: n-tv.de

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