Technik

Smartphones um 200 Euro: Was taugt die Billig-Klasse?

Ein gutes Smartphone für 400 Euro zu bekommen, ist kein Probelm. Doch wie sieht es aus, wenn man nur die Hälfte ausgeben möchte? Ein neuer Test zeigt: Auch in dieser Preislage gibt es brauchbare Alternativen - wenn man bereit ist, Kompromisse beim Tempo zu machen.

Auch günstige Smartphones müssen nicht billig aussehen.
Auch günstige Smartphones müssen nicht billig aussehen.(Foto: picture alliance / dpa)

Rund 340 Euro geben Smartphone-Käufer im Schnitt für ihr Gerät aus, aktuelle Flaggschiff-Modelle werden zu Preisen von weit über 500 Euro in den Handel gebracht. Doch auch mit kleinem Budget kommt man an ein Touchscreen-Gerät: 200 Euro-Smartphones gibt es bei Vertragsabschluss oft für einen Euro dazu. Doch taugen die Billig-Geräte auch etwas? In der Regel schon, so zumindest das Fazit der Zweitschrift "Computerbild" nach einem Test von fünf günstigen Android-Handys.

Grundsätzlich klappe mit den billigen Smartphones fast alles, was auch mit einem 600 Euro teuren Samsung Galaxy S3 funktioniere - allerdings oft langsamer, schreibt "Computerbild". Das Arbeitstempo ist eine Frage des Prozessors: In Spitzen-Geräten stecken Vierkern-Prozessoren und 1 Gigabyte Arbeitsspeicher. Bei den günstigen Modellen reichen die Prozessor-Taktungen dagegen nur von 600 Megahertz bis 1 Gigahertz. Zumindest in der Regel: Im Sony Xperia U ist sorgt ein Dual-Core-Prozessor für Geschwindigkeit. Bei den schwächeren Modellen macht sich der Unterschied vor allem beim Surfen bemerkbar, große Seiten brauchen viel Ladezeit und auch aufwendige Apps wie Google Maps ruckeln, so die Erfahrung der Tester.  Zudem reicht die Grafikleistung der günstigen Handys nicht für aufwendigere Spiele. Bei Aufgaben mit normalen Apps seien die Tempo-Unterschiede aber kaum spürbar.

Entscheidend für das Surfvergnügen ist das Zusammenspiel zwischen Betriebssystem und Prozessor. Die aktuelle Android Version 4.1. "Jelly Bean" würde die Kapazitäten der günstigen Smartphones sprengen. Doch auch mit Android 2.3 lässt sich komfortabel arbeiten, wie das Samsung Galaxy Ace 2 und das Xperia im Test bewiesen.

Fotoqualität in Ordnung

Die Leistungen im Testbereich Foto-, Video- und Musikfunktionen waren zwar nicht überragend, aber immerhin schnitten vier der fünf Kandidaten "befriedigend" ab. Standard bei den Billig-Modellen ist eine 5-Megapixel-Kamera. Zum Vergleich: Das iPhone 5 hat acht Megapixel. Die Fotoqualität sei jedoch nicht zwangsläufig schlecht, so "Computerbild". So knipste etwa das Sony Xperia U ordentliche Fotos, die kaum Bildstörungen zeigen. Wer die Geräte für Musik und Fotos nutzen will, muss allerdings meist etwas Speicher nachrüsten. Auf Videos in Full-HD-Qualität muss man allerdings verzichten.

Am Ende empfehlen die Tester das Samsungs Galaxy Ace 2 für knapp 230 Euro. Überzeugend waren unter anderem der ausdauernde Akku, die simple PC-Anbindung per Kabel sowie die einfache Bedienung. Wer Wert auf gute Fotoqualität und schnelles Arbeitstempo legt, sei mit dem zweitplatzierten Sony Xperia U für rund 220 Euro gut bedient  Lob gibt es auch für das LG Optimus L5 für rund 190 Euro, dessen Akku änger durchhält als viele teurere Geräte.

Quelle: n-tv.de

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