Technik

Nur echte Fans stehen Schlange: iPad startet ohne Hektik

Mit vier Wochen Verzögerung beginnt in Deutschland der Verkauf von Apples iPad. Aber auch wenn es viele gerne lesen würden: Von einem Ansturm auf den Tablet-Rechner kann hierzulande nicht die Rede sein.

In München bildete sich vor dem Apple Store tatsächlich eine - lockere - Schlange.
In München bildete sich vor dem Apple Store tatsächlich eine - lockere - Schlange.

Ab sofort ist Apples Tablet-Rechner iPad auch in Deutschland zu haben. Perfekt inszeniert versammelten sich vor den wenigen offiziellen Apple Stores einige Hundert Fans. Vor anderen Verkaufsstellen hielt sich der Andrang aber offenbar in Grenzen.

In Hamburg, Frankfurt und München waren einige Hundert iPad-Fans schon in den frühen Morgenstunden vor Ort und warteten auf die Öffnung der Apple-Läden. In Frankfurt kamen nach Angaben der Polizei einige Käufer bereits sechs Stunden vor Verkaufstart, um einen der mindestens rund 500 Euro teuren Tablet-Computer zu bekommen. Verglichen mit dem Apple Store in Tokios Einkaufsviertel Ginza, ging es vor den deutschen Apple-Palästen aber eher ruhig zu. Vor dem japanischen Vorzeige-Laden sollen vor dem Verkaufsstart rund 1200 iPad-Käufer gewartet haben. Die Schlange sei bis zu 800 Meter lang gewesen, berichten Agenturen.

Entspannte Lage in Berlin

In Berlin boten sich den Fotografen und Kameraleuten keine spektakulären Szenen.
In Berlin boten sich den Fotografen und Kameraleuten keine spektakulären Szenen.(Foto: kwe)

Vor ganz "normalen" deutschen Elektromärkten konnten Fotografen und Kameraleute dagegen keine Menschenschlangen aufnehmen. Im Berliner Media Markt am Alexanderplatz versammelten sich bestenfalls 30 Menschen, einige davon Medienvertreter. Und von den übrigen wollten auch nicht alle ein iPad haben.

Wie viele Apple-Tablets in Deutschland vorbestellt wurden oder spontan gekauft werden, bleibt vorerst ein wohl gehütetes Geheimnis. Apple untersagt Händlern, Zahlen auszuplaudern. Der US-Konzern selbst verweigert auch jede Prognose. So brodelt die Gerüchteküche weiter und Apple bleibt in den Schlagzeilen - zumindest bis im Juni das neue iPhone vorgestellt wird.

Die iPads haben keine Tastatur, sondern werden vor allem über den berührungsempfindlichen Bildschirm bedient. Der Preis in Europa liegt zwischen 499 und 799 Euro. In den USA wurden in den ersten vier Wochen seit der Markteinführung Anfang April mehr als eine Million Geräte verkauft. Der internationale Start hat sich um rund einen Monat verschoben - weil die Nachfrage in den USA so hoch war, wie Apple sagt.

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Quelle: n-tv.de

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