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Der Tag16-Jährige vor Zug gestoßen: Täter könnte abgeschoben werden

05.05.2026, 15:47 Uhr

Diese Tat sorgte letzten Sommer bundesweit für Entsetzen: Eine 16-Jährige verlor ihr Leben, weil sie am Bahnhof Friedland in Niedersachsen von einem Mann vor einen Zug gestoßen wurde. Der mutmaßliche Täter befindet sich derzeit in einer Psychiatrie – das hatte das Landgericht Göttingen letzte Woche angeordnet. Da es sich um einen Asylbewerber handelt, prüfen die Behörden, ob er abgeschoben werden kann. "Sollte eine Abschiebung rechtlich und tatsächlich möglich sein, werden die erforderlichen Maßnahmen ergriffen, um diese umzusetzen", erklärt eine Sprecherin des niedersächsischen Justizministeriums.  

  • Der Fall ist rechtlich kompliziert. "Eine Entlassung - und damit auch eine mögliche Rückführung - ist grundsätzlich nur dann zulässig, wenn keine erhebliche Gefahr mehr für die Allgemeinheit besteht", betont die Sprecherin des Justizministeriums. 

  • Der ausreisepflichtige Iraker hätte nach den europäischen Asyl-Regeln eigentlich schon Monate vor der Tat von Deutschland nach Litauen gebracht werden müssen. Dort war er ursprünglich in die Europäische Union eingereist. Die Landesaufnahmebehörde hatte einen Antrag auf Abschiebungshaft gestellt, den das Amtsgericht Hannover aber ablehnte.

  • Der 31-Jährige könnte entweder nach Litauen gebracht - oder nach einem Asylverfahren in den Irak abgeschoben werden.

Quelle: ntv.de