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Der Tag1994 gesunkene "Estonia" wird mit Laserscan untersucht

13.05.2022, 14:01 Uhr

Estland will in der kommenden Woche weitere offizielle Untersuchungen am Schiffswrack der 1994 gesunkenen Ostsee-Fähre "Estonia" vornehmen. Nach Angaben der Havariekommission in Tallinn soll am 22. Mai ein dreidimensionales Laserscanning an dem Wrack auf dem Meeresgrund durchgeführt werden. Daran beteiligt sein wird auch ein deutsches Tauch- und Bergungsunternehmen. Neben dem Laserscanning sollen weitere Untersuchungen und verschiedene Simulationen mit dem digitalen Abbild des Schiffes erfolgen.

Der Untergang der "Estonia" gilt als die schwerste Schiffskatastrophe in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Fähre war in der Nacht zum 28. September 1994 mit 989 Menschen an Bord auf ihrem Weg von Tallinn nach Stockholm vor der finnischen Südküste gesunken. 852 Menschen starben, nur 137 überlebten.

Dem offiziellen Untersuchungsbericht von 1997 zufolge war das abgerissene Bugvisier die Ursache für den Untergang. Es gibt bis heute aber Zweifel daran. Überlebende und Hinterbliebene fordern seit langem eine Wiederaufnahme der Untersuchungen.

Quelle: ntv.de