Der Tag

Der TagARD will sich wegen Schlesinger-Affäre reformieren

12.08.2022, 15:23 Uhr

Der Korruptionsskandal um die zurückgetretene RBB-Intendantin und ARD-Chefin Patricia Schlesinger zieht weite Kreise: Die ARD will sich angesichts der Affäre für eine Stärkung der Aufsicht aller Sender einsetzen. WDR-Intendant Tom Buhrow, der die Geschäfte an der ARD-Spitze übernommen hat, sagte im Interview der Deutschen Presse-Agentur: "Wir überprüfen, ob überall in der ARD die Geschäftsstellen der Aufsicht adäquat ausgestattet sind."

Buhrow sagte zudem auf die Frage, wie groß der Ansehensverlust für die ARD und den gesamten öffentlich-rechtlichen Rundfunk durch die Schlesinger-Affäre ist: "Das ist noch nicht endgültig absehbar, aber ich rede da nicht drumherum: Diese Krise berührt auch die ARD - der RBB ist schließlich ein Mitglied der ARD." Der ARD-Chef ergänzte: "Deshalb ist es jetzt meine Aufgabe, dass wir in der ARD die Schlussfolgerungen analysieren und angehen." Patricia Schlesinger ist seit Wochen zahlreichen Vorwürfen der Vetternwirtschaft ausgesetzt. Im Zentrum steht neben der 61-Jährigen, die als ARD- und RBB-Chefin in der Affäre zurückgetreten ist, auch der ebenfalls zurückgetretene Chefkontrolleur Wolf-Dieter Wolf des Senders Rundfunk Berlin-Brandenburg.

Quelle: ntv.de