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Der TagAntike Schätze geschmuggelt? Gericht im Irak spricht Deutschen frei

06.06.2022, 12:28 Uhr
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Der illegale Handel mit antiken Schätzen wird im Irak streng bestraft. (Foto: picture alliance/dpa/Unesco)

Er habe gar nicht gewusst, dass es sich bei den sehr kleinen Objekten, die auf dem Boden herumgelegen haben sollen, um Altertümer gehandelt habe. Zudem gehörten die zwei Objekte in seinem Koffer einem anderen Touristen - so schildert es der Anwalt eines deutschen Touristen vor einem Gericht im Irak. Denn dort war der 60-Jährige angeklagt wegen Schmuggels antiker Schätze. Ob das Gericht der Darstellung der Verteidigung Glauben geschenkt hat? Eher unwahrscheinlich. Doch der Deutsche wurde nun freigelassen mangels ausreichender Beweise, wie das zuständige Gericht mitteilt. Der Deutsche sei über das Urteil sehr glücklich und habe geweint, sagte sein Verteidiger. Der Berliner wolle nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis innerhalb von 48 Stunden zurück nach Deutschland reisen.

Für einen britischen Touristen aus der Reisegruppe geht der Schmuggelversuch, den die Behörden ihm vorwerfen, nicht glimpflich aus: 15 Jahre Haft. Der Richter sieht es als erwiesen an, dass der Brite in krimineller Absicht handelte. Bei einer Kontrolle der etwa zehnköpfigen Reisegruppe am Flughafen von Bagdad waren 32 Artefakte gefunden worden. Die Stücke sollen aus den Stätten Uruk und Eridu stammen, etwa drei Autostunden südlich der Hauptstadt Bagdad. Diebstahl und Schmuggel antiker Objekte werden im Irak streng bestraft. Die Antiquitäten der Reisegruppe wurden beschlagnahmt und sollen laut Gericht nun in ein Museum gebracht werden.

Quelle: ntv.de