Der TagAntrag gescheitert: Umstrittene "Monsterbrücke" soll gebaut werden
Die vorbereitenden Maßnahmen zum umstrittenen Neubau der Sternbrücke in Hamburg-Altona können weitergehen. Ein Eilantrag der Neubau-Gegner gegen den Planfeststellungsbeschluss wurde vom Hamburgischen Oberverwaltungsgericht abgelehnt, wie ein Sprecher mitteilte. Nach Prüfung der erhobenen Einwände sei das Gericht zu dem Schluss gekommen, dass die Klage auch im Hauptsacheverfahren voraussichtlich keinen Erfolg haben werde. Demnach müsse den eisenbahnrechtlichen Planungsentscheidungen Vorrang vor dem Interesse der Neubau-Gegner an einem sofortigen Baustopp eingeräumt werden.
Die Deutsche Bahn möchte die fast 100 Jahre alte Brücke, die täglich von mehr als 900 S-Bahnen, Regional- und Fernzügen passiert wird, durch eine 108 Meter lange und 21 Meter hohe, stützenfreie Stabbogenkonstruktion ersetzen. Der dafür notwendige Feststellungsbeschluss des Eisenbahnbundesamts liegt seit Februar vor. Die Neubau-Gegner halten die Planungen für überdimensioniert und sprechen von einer "Monsterbrücke".