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Der TagArzt behandelt AfD-Politiker nicht mehr in seiner Praxis

19.03.2024, 07:28 Uhr

Heiko Nüßner war 26 Jahre lang in der CDU, bis er 2016 zur AfD wechselte und 2023 ein Amt in der Partei übernahm. Als sein Hausarzt davon erfährt, schmeißt er Nüßner aus seiner Patientenliste. Nüßner gegenüber der "Bild"-Zeitung: "(...) Für mich ist die AfD (...) keineswegs rechtsextrem."

Das sieht sein Arzt wohl anders, er erzählt dem Blatt, dass er seinen ehemaligen Patienten aufgrund deutlich politisch unterschiedlicher Ansichten gebeten habe, einen anderen Arzt aufzusuchen. Die "Lahrer Zeitung" berichtet, dass für den Mediziner ein Foto in der Lokalpresse der Auslöser für seine Reaktion gewesen sei: Es zeigt Nüßner mit Parteifreunden nach seiner Wahl in den Vorstand des AfD-Stadtverbands.

Der Hausarzt sagt: "Ich stehe in der Mitte der Gesellschaft und sicherlich nicht am linken Rand. Aber solche undemokratischen Tendenzen muss ich nicht unterstützen." Er betont in der "Bild"-Zeitung außerdem, "wenn jemand akute Hilfe braucht, würde ich ihm unabhängig von seiner Weltanschauung selbstverständlich helfen."

Quelle: ntv.de