Der TagAssads Onkel droht Geldwäsche-Prozess in Spanien

Ein Onkel des syrischen Machthabers Baschar al-Assad muss sich voraussichtlich wegen Geldwäsche vor einem spanischen Gericht verantworten. Ein Ermittlungsrichter empfahl der Staatsanwaltschaft, ein Strafverfahren gegen Rifaat al-Assad wegen Geldwäsche in Höhe von "mehr als 600 Millionen Euro" einzuleiten.
Der 82-jährige Rifaat al-Assad wird verdächtigt, der Anführer einer seit den 80er Jahren tätigen "kriminellen Gruppe" zu sein, der auch acht seiner Söhne und zwei seiner vier Frauen angehören sollen. Ziel der Gruppe sei es gewesen, in Syrien unterschlagene öffentliche Gelder "zu verschleiern, umzuwandeln und zu waschen", heißt es in den Gerichtsunterlagen.
Demnach soll Assad Gelder in Höhe von rund 300 Millionen Dollar (272 Millionen Euro) aus der syrischen Staatskasse nach Spanien gebracht und damit 507 Immobilien im Wert von knapp 700 Millionen Euro in der Region Costa del Sol in Andalusien erworben haben.