Der TagAutofahrer wird mit "Kanonenschlägen" aus Polen im Kofferraum erwischt

Mit dem Verzicht aufs Feuerwerk kann sich offenbar so manch einer nicht anfreunden - mit mal mehr, mal minder schwerem Ausgang: Nachdem sich heute Morgen ein 17-Jähriger in Kassel beim Basteln von Feuerwerk bei einer Explosion schwer verletzt hat (Eintrag um 8.18 Uhr), muss sich nun ein 37-jähriger Mann aus Niedersachsen auf eine "empfindliche Geldstrafe" gefasst machen, wie die Bundespolizei aus Mecklenburg-Vorpommern mitteilt. Weil er verbotene Böller nach Deutschland einführen wollte, muss sich der Niedersachse wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz verantworten. Bei einer Kontrolle auf der Bundesstraße 104 wurden gestern im Kofferraum 45 Fontänen und Raketen ohne Prüfzeichen, die auch "Kanonenschläge" genannt werden, gefunden. Es war der erste größere illegale Fund sogenannter Polen-Böller im Nordosten an der Grenze im Dezember. Dem Mann aus dem Kreis Ammerland drohe eine Geldstrafe sowie die Begleichung der Kosten für die schadlose Beseitigung der Böller.
"Wegen der zusätzlichen Polizeikontrollen im Zuge der Corona-Krise halten sich einige Leute diesmal zurück", sagte der Sprecher der Bundespolizei in Pasewalk. Allerdings gebe es solche Böller in Polen, wo ein Teil der Märkte derzeit auch geschlossen sei, das ganze Jahr über. In Deutschland ist in vielen Bundesländern das Böllern zu Silvester auf öffentlichen Plätzen untersagt, auf privaten Grundstücken aber nicht.