Der TagBei Mercedes formiert sich bundesweit Protest
Die IG Metall ruft die Beschäftigten von Mercedes-Benz bundesweit zu Protesten gegen die Verschärfung des Sparkurses auf. Geplant seien Aktionen an den Standorten Sindelfingen, Untertürkheim, Rastatt, Kuppenheim, Bremen, Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Ludwigsfelde und Germersheim, heißt es von der Gewerkschaft.
Zuvor hatte der Vorstand des Stuttgarter Autobauers von einer dramatischen Situation gesprochen und den Beschäftigten in Deutschland mitgeteilt, dass man "mit Hochdruck die Kosten senken" müsse, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Etwa 90.000 der rund 108.000 Mitarbeiter in Deutschland erhalten demnach als Sofortmaßnahme nicht wie erwartet im Juli eine tarifliche Sonderzahlung. Diese werde auf das kommende Jahr verschoben, hieß es in einem Schreiben. Es geht um eine Zahlung von gut 18 Prozent des Monatsentgelts.
Die IG Metall sagt, aus ihrer Sicht "richten sich diese Maßnahmen einseitig gegen die Beschäftigten und stellen zentrale tarifliche Errungenschaften infrage".
Mercedes hat seit Längerem mit Rückschlägen zu kämpfen: 2025 brach der Gewinn um knapp die Hälfe ein, nachdem es 2024 schon schlechter gelaufen war. Dieses Jahr sank das Konzernergebnis im ersten Quartal um mehr als 17 Prozent.