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Der TagBerliner Polizei gesteht Fehler bei Amri-Anschlag ein

30.07.2019, 14:20 Uhr

Zweieinhalb Jahre nach dem Anschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz hat die Berliner Polizei Fehler zugegeben. Die Nachbereitung zu dem Attentat habe "Defizite offenbart", sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik in Berlin. Besonders bei der Betreuung von Angehörigen gebe es "Optimierungsbedarf", hieß es. Nach dem Attentat vom 19. Dezember 2016 hatte es viel Kritik am Umgang mit Angehörigen und Opfern gegeben.

Der Leiter der Arbeitsgruppe von 132 Polizisten, Siegfried-Peter Wulff, sagte, "dass alle staatlichen Stellen zu dem Thema nicht ausreichend vorbereitet waren". Probeweise wurde inzwischen eine sogenannte Führungsgruppe für Sofortlagen eingerichtet, wie Wulff erläuterte. Diese höre täglich den Polizeifunk auf potenzielle Großlagen ab und übernehme gegebenenfalls die Führung. Die Polizisten dürfen seit Februar 2018 etwa eine Fahndung in die Wege leiten und einen Einsatz vorbereiten.

Der aus Tunesien stammende Anis Amri war mit einem Lastwagen in den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz gefahren und hatte zwölf Menschen getötet.