Der TagBevölkerungsschutz: Wärmeinseln in Rathäusern
Strom kommt aus der Steckdose, gegen Kälte hilft die Gasheizung - ob solche Gewissheiten wohl auch in diesem Winter überall uneingeschränkt gelten? Das ist nicht nur eine Frage für Energie-Experten, sondern auch für Katastrophenschützer. Um die Folgen einer möglichen Energieknappheit für die Bevölkerung in diesem Winter abzumildern, sollte aus Sicht des Grünen-Innenpolitikers Leon Eckert deswegen jetzt auch schon mehr passieren.
"Generell wäre es wichtig, einen Überblick zu haben über die Notstromversorgung, die es für einzelne staatliche Einrichtungen gibt, nicht nur für Krankenhäuser und Feuerwehren, sondern zum Beispiel auch für Rathäuser", so Eckert. Bisher sei dieses Wissen nur lokal vorhanden, bei den Verantwortlichen in den Landkreisen. Der Bundestagsabgeordnete, der in seiner Fraktion Berichterstatter für Bevölkerungsschutz ist, sagte: "Sollte zu einer verminderten Verfügbarkeit von Gas beispielsweise noch eine Kältewelle kommen, bräuchte es womöglich tatsächlich sogenannte Wärmeinseln in den Rathäusern."
Auch eine Strom-Mangelsituation in einzelnen Regionen könne im Fall einer Kältewelle nicht ausgeschlossen werden, wenn plötzlich viele Menschen, deren Häuser oder Wohnungen mit Gas beheizt werden, Geräte zum Heizen benutzen, die mit Strom betrieben werden, denn es könne durchaus zu einer Überlastung kommen. Der Bund trägt bisher vor allem die Verantwortung für die Zivilverteidigung, etwa im Krieg - der Katastrophenschutz ist dagegen Ländersache.