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Der TagBlinde Frauen ertasten in Kolumbien Brustkrebs

30.01.2018, 12:21 Uhr
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In Entwicklungsländern, wo teure Mammographien oft nicht durchgeführt werden können, ist die Tastmethode umso wichtiger. (Foto: imago)

In Kolumbien zählt Brustkrebs aufgrund der veralteten Diagnosegeräte zu den häufigsten Todesursachen. Um das in Zukunft zu ändern, werden sehbehinderte Frauen zu medizinischen Assistentinnen ausgebildet, die erste Anzeichen frühzeitig erkennen sollen - ganz ohne teure Apparate.

Sehbehinderte sind sensibler", so Luis Alberto Olave, Chirurg und Koordinator des Projekts "Hands Save Lives" (Hände retten Leben). "Sie haben einen besser entwickelten Tastsinn." So können Sehbehinderte klinischen Untersuchungen zufolge schon acht Millimeter große Knötchen ertasten, während das Ärzten erst bei zehn und Frauen bei der Selbsterkennung erst bei 15 bis 20 Millimeter großen Geschwulsten möglich ist.

Auch in Deutschland wird das Verfahren seit einigen Jahren angewandt - durch Medizinische Tastuntersucherinnen (MTU).