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Der TagBohrlöcher in deutscher Gas-Pipeline entdeckt

09.01.2024, 07:18 Uhr

Offenbar gibt es Versuche, den Bau der Pipeline "ETL 180" in Schleswig-Holstein zu stören. So wurde die Gasleitung an mindestens acht Stellen angebohrt, wie der "Spiegel" herausgefunden hat. Die Löcher sollen sich im vierten Bauabschnitt der Trasse befinden und verteilen sich über eine Strecke von über einem Kilometer. Die Pipeline soll das neue Flüssiggasterminal bei Brunsbüttel mit dem deutschen Energienetz verbinden.

Nach vorläufigen Schätzungen entstand durch die mutmaßliche Sabotage ein Schaden von mindestens 1,6 Millionen Euro. Der oder die Täter verwendeten nach Ermittlungen des schleswig-holsteinischen Landeskriminalamts offenbar professionelle Ausrüstung - darunter kleinkalibrige Spezialbohrer. Wer dahinter steckt, ist bisher nicht bekannt. Dem Magazin zufolge wurden die Löcher erst bei elektronischen Kontrollen der Röhren festgestellt und am 28. November der Polizei gemeldet. Die Karlsruher Bundesanwaltschaft hat bereits ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der verfassungsfeindlichen Sabotage gegen unbekannt eingeleitet.

Quelle: ntv.de