Der TagBundesländer: "Therapien" gegen Homosexualität verbieten
"Es ist die Aufgabe des Staates, junge Menschen vor Therapien oder anderen Behandlungsformen zu schützen, die ihr verfassungsrechtlich geschütztes Persönlichkeitsrecht verletzen." Mit diesen Worten erklärt der Berliner Justizsenator Dirk Behrendt eine Initiative, die die Länder Berlin und Hessen in den Bundesrat einbringen wollen. Das Ziel: Sogenannte Konversionstherapien gegen Homosexualität sollen verboten werden.
Es gebe immer noch Organisationen, die die Überzeugung verbreiteten, Homo- oder Bisexualität seien heilbare Erkrankungen oder psychische Störungen, so Behrendt.
Dies könne vor allem bei jungen Menschen zur Ablehnung der eigenen Sexualität führen und schwere psychische Belastungen nach sich ziehen.
Konversionstherapien trügen dazu bei, die Diskriminierung und Stigmatisierung homo- und bisexueller Menschen zu verstärken.
Der Entschließungsantrag der beiden Bundesländer fordere die Bundesregierung dazu auf, die Aufklärungsarbeit zu stärken und die gesellschaftliche Akzeptanz zu fördern.