Der TagChemische Reaktion: Häftling schweißt Gitterstäbe durch

Eben habe ich Ihnen von dem Häftling aus China berichtet, der nach 17 Jahren auf der Flucht von der Polizei geschnappt wurde. Von ihm hätte sich ein anderer Häftling aus Berlin vielleicht ein paar Tipps holen müssen: Sein Ausbruchsversuch aus der Justizvollzugsanstalt Tegel scheiterte - war aber dennoch äußerst spektakulär. Der wegen versuchten Mordes zu lebenslanger Haft verurteilte "Maskenmann" Mario K. schaffte es, die Gitterstäbe seiner Zelle mit Hilfe einer chemischen Reaktion durchzuschweißen.
Bei der angewandten Thermitreaktion werden die extrem hohen Temperaturen ausgenutzt, die entstehen, wenn Eisenoxid- und Aluminiumpulver gemeinsam entzündet werden. Die Hitze reicht sogar aus, um Metalle zu schmelzen - und Gefängnisgitterstäbe. Trotzdem fällt der Fluchtversuch eher in die Kategorie gut gedacht, schlecht gemacht: Aus seiner Zelle entkam der chemieaffine Häftling zwar, zwischen ihm und der Freiheit standen allerdings noch ein mit Alarmanlagen gesicherter Zaun und eine Mauer.