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Der TagChinesische Performancekünstler tricksen Überwachungskameras aus

25.11.2020, 12:13 Uhr
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Alles im Blick. (Foto: imago images / UPI Photo)

Ich selbst war noch nicht in China, Freunde aber haben mir im vergangenen Jahr eindrücklich geschildert, wie stark man auf den Straßen der Städte überwacht wird. So fanden sie sich etwa als digitales Foto an einer Ampel wieder, weil sie es gewagt hatten, eine Sekunde nach dem Sprung auf Rot die Straße überqueren zu wollen. Öffentliche Zurschaustellung als Strafe ... Für Urlauber nur vorübergehend, für chinesische Staatsbürger Alltag.

  • In Peking haben Performancekünstler nun gezeigt, wie schwierig es ist, den Überwachungskameras zu entwischen. Sie reihten sich in eine Schlange, bewegten sich langsam, hielten den Kopf gesenkt, kauerten teilweise am Boden.

  • Für eine zuvor vermessene 1,1 Kilometer lange Strecke die "Happiness Avenue" entlang brauchten die Freiwilligen, die dem Künstler Deng Yufeng halfen, mehr als zwei Stunden. Ihr Erfolg: Gesichter konnten offenbar nicht aufgenommen werden.

  • Mit der Performance, die Ende Oktober stattfand, will Yufeng auf die ständige Überwachung aufmerksam machen. Bereits 2018 gab es in China etwa 200 Millionen Überwachungskameras, im kommenden Jahr sollen es laut "Wall Street Journal" wohl 560 Millionen sein. Chinas Begründung: Die Kameras würden Verbrechen verhindern.

Quelle: ntv.de